Zehn Jahre lang brütete Alphabet in seinem Versuchslabor an der Zukunft der Medizin. Nun entlässt der Tech-Konzern seine Gesundheitssparte Verily in die Unabhängigkeit. Nach einer Finanzierungsrunde über 300 Millionen US-Dollar gibt Alphabet die Mehrheitskontrolle ab und ordnet sein Portfolio neu.
Frisches Kapital und neue Partner
Die Finanzspritze ebnet den Weg für die neu formierte Verily Health Inc. Angeführt wird die Runde von Series X Capital sowie institutionellen Partnern aus dem Gesundheitswesen wie UCHealth. Verily-CEO Stephen Gillett will die Mittel primär in die KI-Plattform „Pre“ stecken. Diese Technologie bündelt fragmentierte Patientenakten, Genomdaten und Informationen aus Wearables für den direkten klinischen Einsatz.
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Gleichzeitig löst die Abnabelung ein zentrales Problem für Verily. Als eigenständiges Unternehmen gewinnt die Firma die nötige Neutralität, um in der streng regulierten Medizinbranche Vertrauen aufzubauen und Daten zu teilen. Erste kommerzielle Erfolge zeigen sich bereits: Zeitgleich mit der Umstrukturierung sicherte sich Verily eine Partnerschaft mit Samsung zur Biomarker-Forschung über die Galaxy Watch sowie eine Software-Kooperation mit Salesforce.
Strategische Bereinigung
Für Alphabet passt der Rückzug exakt in die aktuelle Konzernstrategie. Der Tech-Riese trennt sich zunehmend von kapitalintensiven Randprojekten. Bereits seit drei Jahren durchläuft Verily einen strikten Umbau, strich 15 Prozent der Stellen und verkaufte unrentable Einheiten wie das Versicherungsgeschäft Granular. Als signifikanter Minderheitsaktionär profitiert Alphabet weiterhin von möglichen Erfolgen, ohne die volle finanzielle Last der Skalierung zu tragen.
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An der Börse nahmen Anleger die strategische Fokussierung am Freitag routiniert auf. Mit einem Schlusskurs von 260,35 Euro verzeichnete das Papier zwar einen leichten Tagesverlust von 1,79 Prozent, blickt aber auf einen starken Wertzuwachs von gut 73 Prozent auf Zwölfmonatssicht zurück.
Die Ausgliederung von Verily unterstreicht Alphabets klaren Kurs in Richtung Profitabilität und Kerngeschäft. Während die Gesundheitsfirma nun mit institutionellen Partnern ihre KI-Infrastruktur im Forschungsalltag etabliert, befreit sich der Mutterkonzern erfolgreich von einer weiteren kostenintensiven Entwicklungsabteilung.
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