Alphabet hat im vierten Quartal 2025 eines der stärksten Ergebnisse seiner Geschichte vorgelegt – und trotzdem reagierten Anleger mit Verkäufen. Der Grund: ein Investitionsplan für 2026, der selbst für Tech-Verhältnisse atemberaubend ist.
Rekordergebnisse, die niemanden beruhigten
Der Quartalsbericht vom 4. Februar 2026 lieferte auf ganzer Linie. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 113,8 Milliarden US-Dollar, der Gewinn je Aktie stieg von 2,15 auf 2,82 Dollar – beide Werte übertrafen die Analystenerwartungen deutlich.
Besonders Google Cloud stach heraus: Der Umsatz legte um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar zu, das Betriebsergebnis des Segments erreichte 5,3 Milliarden Dollar. Umsätze aus Produkten, die auf generativer KI basieren, wuchsen im Jahresvergleich um fast 400 Prozent. Die Gemini-App zählt inzwischen über 750 Millionen monatlich aktive Nutzer.
Auch das Kerngeschäft mit Google Services lief rund: Die Erlöse stiegen um 14 Prozent auf 95,9 Milliarden Dollar, angetrieben von 17 Prozent Wachstum bei Suche und Abonnements. Der YouTube-Jahresumsatz aus Werbung und Abonnements überstieg erstmals 60 Milliarden Dollar.
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Der Investitionsplan als Belastungsprobe
Was die Märkte trotz dieser Zahlen beunruhigte, war der Ausblick auf die Kapitalausgaben. Alphabet kündigte für 2026 Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar an – nach rund 92 Milliarden im Vorjahr. Das entspricht einer nahezu Verdoppelung innerhalb eines einzigen Jahres.
Das Geld soll laut CFO Anat Ashkenazi in KI-Rechenkapazität für Google DeepMind fließen, in den Ausbau von Rechenzentren, Netzwerkinfrastruktur und eigene Chips – sowie in die Bedienung wachsender Cloud-Kundennachfrage.
Für Optimisten ist das eine notwendige Investition, um die Führungsposition im KI-Markt zu sichern. Skeptiker hingegen sehen ein erhebliches Risiko für den freien Cashflow, solange die Monetarisierung der KI-Dienste noch hinter dem Infrastrukturaufbau zurückbleibt.
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Zusätzlichen Gegenwind liefert ein aktueller Bericht vom heutigen Dienstag: Engpässe bei Nvidia-Speicherchips könnten Google Milliarden kosten und den ohnehin ambitionierten Infrastrukturausbau weiter erschweren.
Was der April-Bericht zeigen muss
Die Alphabet-Aktie notiert derzeit rund 9 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und leicht unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts – ein Spiegelbild der Unsicherheit, die das Ausgabenprogramm ausgelöst hat.
Am 23. April 2026 legt Alphabet die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob die KI-Investitionen erste messbare Erträge generieren – etwa durch Gemini-Werbung oder steigende Cloud-Margen. Erst wenn Monetarisierung und Infrastrukturkosten erkennbar in ein besseres Verhältnis zueinander treten, dürfte der Druck auf die Aktie nachlassen.
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