Google hat in dieser Woche gleich zwei Suchalgorithmus-Updates gleichzeitig ausgerollt — ein ungewöhnlicher Schritt, der die Bedeutung von Qualität und Spam-Bekämpfung im Kernprodukt unterstreicht. Zeitgleich steht die Aktie unter erheblichem Druck.
Zwei Updates, ein Ziel
Das Spam-Update startete am 24. März und war innerhalb von knapp 20 Stunden abgeschlossen. Es nutzt Googles KI-gestütztes System SpamBrain, um automatisch generierte oder kopierte Inhalte in den Suchergebnissen zu degradieren — ohne neue Regeln einzuführen, sondern bestehende konsequenter durchzusetzen.
Das am 27. März angekündigte Core-Update verfolgt einen anderen Ansatz: Es bewertet nicht Regelverstöße, sondern justiert die Gewichtung von Qualitätssignalen neu. Welche Seiten davon profitieren oder verlieren, hängt davon ab, wie Google Relevanz und Nützlichkeit von Inhalten künftig bewertet. Das Rollout kann bis zu zwei Wochen dauern.
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Die parallele Einführung beider Updates ist selten. Sie signalisiert, dass Alphabet Durchsetzung und Qualitätsbewertung als gleichrangige Prioritäten behandelt.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Das operative Fundament ist dabei alles andere als schwach. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Suchumsatz um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Google Cloud legte sogar 48 Prozent zu und erzielte 17,66 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie von 2,82 Dollar übertraf die Konsensschätzung von 2,59 Dollar deutlich — und der Jahresumsatz überschritt erstmals die 400-Milliarden-Dollar-Marke.
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Trotzdem hat die Aktie seit ihrem Februar-Hoch rund 20 Prozent verloren und notiert aktuell mit deutlichem Abstand unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts. Der Markt reagiert damit weniger auf aktuelle Ergebnisse als auf die geplanten Kapitalausgaben von 175 bis 185 Milliarden Dollar im Jahr 2026 — ein Betrag, der primär in KI-Infrastruktur fließen soll und Fragen zur mittelfristigen Margenentwicklung aufwirft.
Analysten sehen Erholungspotenzial
Evercore ISI bekräftigte am 26. März sein „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 400 Dollar. Als Argument nannte das Institut unter anderem, dass Googles Suchmarktanteil zwischen August 2025 und März 2026 von 70 auf 75 Prozent gestiegen ist — ein Indiz dafür, dass generative KI die Kernsuche bislang stärkt statt schwächt. Der Konsens unter Analysten liegt bei einem „Moderate Buy“.
Die aktuellen Algorithmus-Anpassungen sind in diesem Kontext kein Krisenzeichen, sondern Routinepflege an einem Produkt, das Alphabets Werbegeschäft trägt. Ob die hohen KI-Investitionen die erwarteten Umsatz- und Gewinnsteigerungen liefern, wird sich spätestens mit den Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 zeigen lassen.
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