Alphabet Aktie: Unruhe im Anflug!

Google sieht sich mit einer Massenarbitrage von Werbetreibenden konfrontiert, die Schäden in Höhe von 218 Milliarden Dollar geltend machen. Die Vorwürfe fallen kurz vor den Quartalszahlen.

Alphabet Aktie
Kurz & knapp:
  • Massenklage fordert 218 Milliarden Dollar Schadenersatz
  • Vorwürfe der illegalen Monopolisierung von Werbetechnologie
  • Quartalszahlen am 29. April als nächster Prüfstein
  • Analystenmehrheit hält an Kaufempfehlung für Alphabet fest

Zwei Wochen vor den Quartalszahlen bekommt Alphabet ein neues juristisches Problem. Werbetreibende bündeln ihre Schadensersatzansprüche in einem MassenarbitrageVerfahren — und die Summen, um die es geht, sind beachtlich.

218 Milliarden Dollar auf dem Spiel

Anwalt Ashley Keller aus Chicago hat bereits eine erhebliche Zahl von Werbetreibenden für Klagen gegen Google gewonnen. Die ersten Anträge sollen noch diese Woche eingereicht werden. Keller schätzt die möglichen Gesamtforderungen auf mindestens 218 Milliarden Dollar — eine Zahl, die ein von seiner Kanzlei beauftragter Ökonom errechnet hat.

Der Hintergrund: Zwei US-Bundesgerichte stellten 2024 fest, dass Google den Online-Suchmarkt und den Markt für Werbetechnologie illegal monopolisiert hat. Google legt gegen beide Urteile Berufung ein. Weil Verträge mit Werbetreibenden Pflichtschiedsverfahren vorschreiben, bleibt der Klageweg über ordentliche Gerichte versperrt — daher der Weg über die Massenarbitrage.

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Keller vertritt außerdem Texas und weitere US-Bundesstaaten in einer separaten Klage wegen Monopolisierung der Werbetechnologie. Solche Massenarbitragefahren dauern typischerweise zwölf bis 24 Monate.

Google weist die Vorwürfe zurück. Der Konzern nennt die Forderungen „unbegründet“ und betont, Werbetreibende wählten seine Produkte in einem wettbewerbsintensiven Markt freiwillig.

Quartalszahlen am 29. April als Prüfstein

Die juristische Eskalation trifft Alphabet in einer Phase, in der die Aktie ohnehin unter Beobachtung steht. Mit 281,80 Euro liegt der Kurs knapp drei Prozent unter dem Februar-Hoch von 291,60 Euro. Der RSI von 71 signalisiert dabei eine leicht überkaufte Lage.

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Stifel hat das Kursziel jüngst leicht von 395 auf 387 Euro gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Die Bank bevorzugt Alphabet gegenüber Meta, weil der Konzern breiter aufgestellt ist — mit Suche, YouTube und Cloud. Insgesamt empfehlen 47 von 55 Analysten die Aktie mit „Strong Buy“.

Das operative Bild bleibt stark: Der Umsatz wuchs von zwölf Prozent im ersten Quartal 2025 auf 18 Prozent im vierten Quartal. Das Cloud-Geschäft legt jährlich knapp 50 Prozent zu. Allerdings plant Alphabet für 2026 Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur — mehr als doppelt so viel wie die 91 Milliarden im Vorjahr.

Am 29. April, nach US-Börsenschluss, hält Alphabet seine Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals 2026 ab. Es wird das erste Mal sein, dass das Management die Massenarbitrage öffentlich kommentieren muss — und Investoren werden genau hinhören, wie der Konzern die finanzielle Tragweite einschätzt.

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