Google lenkt ein. Nach jahrelangem Rechtsstreit mit Epic Games senkt der Konzern die Gebühren im Play Store deutlich – und öffnet Android für Konkurrenz-Stores. Gleichzeitig steht eine Dividendenzahlung an, während neue juristische Fronten aufbrechen.
Play Store: Gebühren sinken um ein Drittel
Alphabet gibt nach einem fünfjährigen Rechtsstreit nach: Die Provision für In-App-Käufe im Play Store sinkt von bisher bis zu 30 Prozent auf 20 Prozent. Für wiederkehrende Abonnements werden künftig nur noch 10 Prozent fällig. Wer zusätzlich Googles eigenes Zahlungssystem nutzt, zahlt weitere 5 Prozent obendrauf.
Der Hintergrund: Epic Games, Entwickler des Spiels Fortnite, hatte Google im August 2020 wegen kartellrechtswidriger Praktiken verklagt. Eine Jury erklärte das Play-Store-System 2023 für illegal. Der Supreme Court lehnte Googles Berufung ab – nun folgt die Umsetzung.
Ab dem 30. Juni 2026 gelten die neuen Tarife zunächst in den USA, Großbritannien und der EU. Weitere wichtige Märkte wie Australien, Südkorea und Japan folgen bis Ende 2026. Die weltweite Umstellung soll bis September 2027 abgeschlossen sein.
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Parallel dazu startet Google das „Registered App Stores“-Programm, das die Installation alternativer App-Stores auf Android-Geräten vereinfacht. Die niedrigeren Gebühren könnten margenstarke Einnahmen schmälern – verringern aber möglicherweise das Risiko weiterer kartellrechtlicher Auflagen.
KI-Offensive trifft auf rechtliche Turbulenzen
Google hat seinen KI-Assistenten Gemini ausgebaut und das Feature „Canvas in AI Mode“ für alle Nutzer in den USA freigeschaltet. Die Expansion zielt direkt auf Konkurrenten wie OpenAI und Anthropic.
Zeitgleich sieht sich Alphabet mit einer Klage konfrontiert, die dem Gemini-Chatbot eine Mitverantwortung am Suizid eines Nutzers vorwirft. Der Fall wirft Fragen zur Haftung von KI-Tools in sensiblen Kontexten auf – besonders im Bereich der mentalen Gesundheit. Je nach Urteil könnten strengere Sicherheitsvorkehrungen, mehr menschliche Kontrolle oder verschärfte Nutzungsrichtlinien nötig werden.
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Cloud-Geschäft und Investitionsoffensive
Im vierten Quartal 2025 legte Google Cloud um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar zu – getrieben durch KI-Infrastruktur und Unternehmenslösungen. Das Betriebsergebnis erreichte 5,3 Milliarden Dollar. Alphabet meldete am 4. Februar 2026 Gesamterlöse von 113,8 Milliarden Dollar für das vierte Quartal, ein Plus von 18 Prozent. Als erstes Unternehmen überhaupt knackte der Konzern 2025 die Marke von 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
Für 2026 plant das Management Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar – eine deutliche Erhöhung. Die Mittel fließen vor allem in KI-Kapazitäten und Infrastruktur-Ausbau. Während Optimisten darin den Schlüssel zur Verteidigung der Marktführerschaft sehen, warnen Skeptiker vor Druck auf den freien Cashflow und die Margen durch höhere Abschreibungen.
Dividende und Ausblick
Am 9. März 2026 ist Ex-Dividenden-Tag für eine Quartalsdividende von 0,21 Dollar je Aktie. Die Ausschüttung erfolgt am 16. März. Auf Jahresbasis ergibt sich eine Dividende von 0,84 Dollar bei einer Rendite von rund 0,3 Prozent.
Die nächsten Quartalszahlen werden für den 23. April 2026 erwartet. Investoren dürften vor allem auf Updates zur KI-Monetarisierung – etwa durch mögliche Gemini-Werbung – und zur Umsetzung der massiven Investitionspläne achten.
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