Altimmune stemmt sich gegen den Abwärtstrend des laufenden Jahres. Während das Papier seit Januar rund 17 Prozent an Wert verlor, signalisieren Analysten nun eine drastische Unterbewertung. Das Vertrauen in den Hoffnungsträger Pemvidutide wächst spürbar.

Am Montag kletterte der Kurs um acht Prozent auf 2,49 Euro. Damit setzt sich die Aktie von ihrem jüngsten Jahrestief bei 2,20 Euro ab.

Die Markteinschätzung bleibt optimistisch. Acht von zehn Experten raten zum Kauf. Das aktuelle Kursziel der Analysten liegt im Median bei 18,00 US-Dollar. Experten sehen das Unternehmen auf dem aktuellen Niveau als deutlich unterbewertet an.

Der Konzern setzt auf eine spezielle Strategie für seinen Wirkstoff Pemvidutide. Anders als viele Konkurrenzprodukte zielt das Mittel primär auf Leberfett und Entzündungen ab. Ein wesentlicher Aspekt: Die Therapie soll Muskelmasse erhalten. Dies könnte ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb mit etablierten Abnehmpräparaten sein.

Die finanzielle Basis für die klinische Forschung steht. Ende April verfügte Altimmune über liquide Mittel von 535 Millionen US-Dollar. Diese Reserven sichern den operativen Betrieb bis ins Jahr 2029 ab. Das Risiko einer kurzfristigen Kapitalverwässerung sinkt dadurch erheblich.

Anleger blicken nun gespannt auf das dritte Quartal 2026. Dann präsentiert das Management Ergebnisse der Phase-2-Studie zur Behandlung von Alkoholsucht. Ein Erfolg könnte die Bewertung des Unternehmens grundlegend verändern. Parallel dazu bereitet das Team den Start der Phase-3-Studie für die Indikation MASH vor.