Der US-Tabakkonzern Altria hat am Donnerstag Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie blieb mit 1,30 Dollar gegenüber dem Vorjahr unverändert, verfehlte damit aber die Analystenschätzungen von 1,32 Dollar. Die Nettoumsätze nach Abzug von Verbrauchssteuern sanken um 0,5 Prozent auf 5,08 Milliarden Dollar.
Besonders ins Auge sticht der Rückgang bei den klassischen Zigaretten. Im vierten Quartal brachen die inländischen Liefervolumina um 7,9 Prozent ein. Bereinigt um Lagereffekte schätzt Altria den Rückgang des US-Zigarettenmarkts auf etwa 6,5 Prozent.
Marlboro verliert Boden
Die Premiummarke Marlboro kämpft mit schwindendem Marktanteil. Im vierten Quartal fiel der Anteil am US-Zigarettenmarkt auf 39,8 Prozent – ein Minus von 1,5 Prozentpunkten im Jahresvergleich. Billiganbieter gewinnen zunehmend Kunden, die angesichts angespannter finanzieller Verhältnisse zu günstigeren Produkten greifen.
Auch im Segment der Nikotinbeutel läuft es nicht rund. Die Marke on! erreichte im vierten Quartal einen Marktanteil von 7,7 Prozent am gesamten US-Mundtabakmarkt – ein Rückgang um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.
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Ausblick bleibt verhalten
Für das Gesamtjahr 2025 meldete Altria einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,42 Dollar, was einem Anstieg von 4,4 Prozent entspricht. Die Nettoumsätze sanken jedoch um 3,1 Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar.
Für 2026 stellt der Konzern einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 5,56 und 5,72 Dollar in Aussicht. Das entspräche einem Wachstum von 2,5 bis 5,5 Prozent. Altria warnt allerdings, dass das Wachstum voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte an Fahrt gewinnen wird.
Kann ausgerechnet eine höhere Tabaksteuer die Trendwende bringen? In Deutschland jedenfalls wird genau das diskutiert.
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Politischer Gegenwind aus Deutschland
Mehrere Politiker der deutschen Regierungskoalition drängen auf eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer. Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck verwies darauf, dass Tabakkonsum Deutschland jährlich rund 131.000 Menschenleben und über 30 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten verursache. Die volkswirtschaftlichen Folgekosten bezifferte er auf fast 70 Milliarden Euro.
Der CSU-Gesundheitspolitiker Hans Theiss fordert konkret eine Preiserhöhung von zwei Euro pro Packung. Mit den Mehreinnahmen soll die Mehrwertsteuer auf Medikamente von 19 auf 7 Prozent gesenkt werden – was die gesetzlichen Krankenkassen um bis zu sieben Milliarden Euro jährlich entlasten würde.
Auch der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach befürwortet höhere Tabaksteuern. Der Konsum hänge direkt von den Preisen ab, argumentierte er. Die Zusatzeinnahmen könnten in das Gesundheitssystem fließen und die Krankenkassen stabilisieren.
Die Altria-Aktie reagierte auf die Quartalszahlen mit einem leichten Minus von 0,21 Prozent.
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