Die Alzchem Group-Aktie legte am Mittwoch um 5,2 Prozent auf 163 Euro zu und führte damit den SDAX an. Auslöser war eine neue Kaufempfehlung der US-Investmentbank Jefferies mit einem Kursziel von 190 Euro – das entspricht vom aktuellen Niveau aus knapp 17 Prozent Aufwärtspotenzial.

Analyst Constantin Hesse initiierte die Coverage des Spezialchemieunternehmens aus Trostberg mit „Buy“. Im Handelsverlauf sprang der Titel zeitweise bis auf 167,40 Euro. Damit nähert sich die Aktie wieder ihrem Januar-Hoch von 171 Euro an – dem höchsten Stand seit 2017.

Nischenführer mit einzigartigem Portfolio

Was macht Alzchem für Jefferies so attraktiv? Hesse hebt die außergewöhnliche Produktpalette hervor: Das Unternehmen produziert Kreatin für die Nahrungsmittelindustrie und gleichzeitig den Sprengstoff Nitroguanidin für die Rüstungsbranche. Diese Kombination verschafft dem Konzern führende Nischenpositionen, die ihn effektiv gegen Wettbewerber abschirmen.

Die einzigartige Plattform bildet laut dem Analysten die Basis für eine langfristig attraktive Anlagestory. Hesse verweist dabei auf das noch nicht ausgeschöpfte Margenpotenzial und beschleunigte Barmittelzuflüsse.

Expansion in den USA als Wachstumstreiber

Besonders interessant: Alzchem verfügt über Expansionsoptionen in den Vereinigten Staaten. Diese könnten dem Unternehmen zusätzliche Wachstumsimpulse verleihen. Jefferies sieht die Investmentstory als attraktiv für viele Jahre – auch weil die Aktie seiner Einschätzung nach mit einem ungerechtfertigten Abschlag zur Branchenbewertung gehandelt wird.

Der Titel bleibt damit eine spannende Position im Nebenwerte-Segment. Die Jefferies-Analyse wurde am Dienstagabend erstmals veröffentlicht und sorgte prompt für Bewegung im Markt.