Die Flaute am deutschen Arbeitsmarkt trifft Amadeus Fire mit voller Wucht. Während Unternehmen bei Neueinstellungen zögern, bricht das Vermittlungsgeschäft ein. Ein Segment stemmt sich jedoch erfolgreich gegen den Trend.

Der Konzernumsatz sank im ersten Halbjahr um acht Prozent auf 171,7 Millionen Euro. Besonders hart traf es die margenstarken Festanstellungen. Hier sackten die Erlöse um fast 18 Prozent ab.

Das operative EBITA schrumpfte im gleichen Zeitraum um 45,8 Prozent auf 3,5 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte Amadeus Fire einen Fehlbetrag von 3,6 Millionen Euro. Im Vorjahr stand dort noch ein kleiner Gewinn.

Die Sparte Training rettet derweil die Bilanz vor einem noch tieferen Fall. Mit einem Umsatzplus von 5,9 Prozent lieferte das Segment ein EBITA von 2,3 Millionen Euro. Der Bereich fängt die Schwäche im Vermittlungsgeschäft teilweise auf.

Das Management hält an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Der Vorstand peilt ein operatives EBITA von 17 bis 23 Millionen Euro an. Dafür braucht das Unternehmen im zweiten Halbjahr eine massive Steigerung.

Die Hoffnung ruht auf Kostensenkungen und mehr Arbeitstagen im Kalender. Parallel dazu setzt der Konzern auf eine wirtschaftliche Erholung. Das deutsche BIP-Wachstum lag im zweiten Quartal bei lediglich 0,2 Prozent.

Das Analysehaus mwb research sieht trotz der Krise massives Aufwärtspotenzial. Die Experten halten an ihrem Kursziel von 70 Euro fest. Sie verwiesen auf die konservativen Markterwartungen für das restliche Jahr.

An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus bisher nicht wider. Die Aktie notiert bei 21,85 Euro und hat seit Jahresbeginn fast 50 Prozent an Wert verloren. Der Konzern setzt nun alles auf eine Belebung des Marktes im Herbst.