Amadeus Fire zieht die Reißleine. Nach einem verlustreichen Geschäftsjahr 2025 streicht der Personaldienstleister die Dividende komplett und setzt alles auf eine operative Erholung im laufenden Jahr. Während das klassische Vermittlungsgeschäft unter dem schwachen deutschen Arbeitsmarkt leidet, soll ein forcierter Fokus auf KI-Weiterbildung die Wende erzwingen.
Restrukturierung belastet das Ergebnis
Die nun bestätigten Zahlen für 2025 verdeutlichen die Schwere der aktuellen Lage. Der Umsatz sank um knapp 17 Prozent auf 363,6 Millionen Euro. Besonders deutlich fiel der Rückgang beim operativen Ergebnis (EBITA) aus, das von 55,5 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 13,7 Millionen Euro einbrach. Verantwortlich für diesen Einbruch waren neben dem rückläufigen Marktvolumen vor allem hohe Aufwendungen für die Umstrukturierung und Investitionen in die digitale Transformation. Unter dem Strich verblieb ein Konzernverlust von 2,4 Millionen Euro.
Aktionäre gehen leer aus
Die Konsequenz aus der negativen Bilanz ist für die Anteilseigner unmittelbar spürbar. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Dividendenzahlung für das Jahr 2025 vollständig auszusetzen. Zuvor war eine Ausschüttung von über 4 Euro pro Aktie üblich. Am Aktienmarkt spiegelt sich die Verunsicherung massiv wider: Mit einem aktuellen Kurs von 23,30 Euro notiert das Papier nur knapp über dem gestern erreichten 52-Wochen-Tief von 22,60 Euro. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits fast 45 Prozent an Wert verloren.
Hoffnungsträger Weiterbildung
Trotz des schwierigen Umfelds prognostiziert das Management für 2026 eine deutliche Erholung. Das operative EBITA soll auf bis zu 31 Millionen Euro steigen, was im besten Fall mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. Wachstumsimpulse erwartet Amadeus Fire dabei primär aus dem Segment Weiterbildung. Durch die Integration der Zukäufe Masterplan und eduBITES sowie neue Qualifizierungsangebote im Bereich Künstliche Intelligenz will sich das Unternehmen unabhängiger von der stagnierenden Dynamik am klassischen Stellenmarkt machen.
Der Erfolg der Neuausrichtung hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell die neuen KI-Bildungsangebote im Markt skaliert werden können. Die Zielmarke für das operative EBITA liegt 2026 bei mindestens 20 Millionen Euro – ein entscheidender Schwellenwert, um das Vertrauen der Investoren nach dem Kurssturz der letzten zwölf Monate zurückzugewinnen.
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