Amazon: $100 Milliarden Anthropic-Deal

Amazon präsentiert Quartalszahlen: KI-Deals mit Anthropic und Meta treiben den Kurs, hohe Ausgaben für 2026 sorgen für Spannung.

Amazon Aktie
Kurz & knapp:
  • KI-Partnerschaften mit Anthropic und Meta
  • Eigene Chips als Wachstumstreiber
  • Investitionsplan von 200 Milliarden Dollar
  • Fokus auf operative Marge

Amazon öffnet heute die Bücher für das erste Quartal 2026. Die Erwartungen sind massiv gestiegen. Neue Milliarden-Partnerschaften im KI-Bereich treiben den Kurs. Ein gigantischer Investitionsplan sorgt parallel für Nervosität.

Milliarden-Deals befeuern die Aktie

Der Cloud-Sektor AWS sichert sich langfristiges Wachstum. Anthropic investiert im nächsten Jahrzehnt über 100 Milliarden US-Dollar in AWS-Technologie. Amazon steckt im Gegenzug weitere fünf Milliarden US-Dollar in das KI-Unternehmen.

Kurz darauf folgte der nächste Erfolg. Meta nutzt künftig Millionen von Amazons Graviton5-Prozessoren für seine eigenen KI-Anwendungen. Das lockt auch institutionelle Investoren an. Cathie Woods Fondsgesellschaft ARK Invest verkaufte zuletzt AMD-Aktien und schichtete rund 74 Millionen US-Dollar in Amazon um.

Die Euphorie spiegelt sich im Kurs wider. Die Amazon-Aktie kletterte in den vergangenen 30 Tagen um fast 27 Prozent. Mit einem aktuellen Preis von 222,20 Euro notiert das Papier nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch.

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Eigene Chips als Wachstumstreiber

Ein zentraler Vorteil von Amazon ist die eigene Hardware. Die hauseigenen Chip-Serien Graviton und Trainium generieren mittlerweile einen Jahresumsatz von über 20 Milliarden US-Dollar. Sie wachsen im dreistelligen Prozentbereich.

Eigene Prozessoren senken die Kosten. Amazon muss weniger teure Nvidia-Grafikkarten einkaufen. Das schont langfristig die Margen bei rechenintensiven KI-Aufgaben. Analysten erwarten für das Cloud-Geschäft AWS im ersten Quartal einen Umsatz von rund 36,8 Milliarden US-Dollar.

Der Fokus liegt auf den Ausgaben

Genau diese Margen stehen heute Abend im Mittelpunkt. Im Vorquartal stürzte die Aktie trotz guter Umsätze ab. Der Grund: ein massiver Investitionsplan. Amazon plant für 2026 Ausgaben von 200 Milliarden US-Dollar.

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Die Spanne für den erwarteten operativen Gewinn ist groß. Das Management rechnet mit 16,5 bis 21,5 Milliarden US-Dollar. Das obere Ende würde zeigen, dass Amazon die hohen Ausgaben profitabel abfedert. Fällt der Gewinn niedriger aus, droht eine Enttäuschung.

Hinzu kommen kurzfristige Belastungen im Einzelhandel. Amazon kaufte zuletzt Waren in großen Mengen ein. Der Konzern will so geplante Zölle umgehen und Preiserhöhungen verzögern. Das bindet vorerst Kapital.

Die Zahlen folgen heute nach US-Börsenschluss. Der Optionsmarkt rechnet im Anschluss mit einer Kursbewegung von gut vier Prozent in beide Richtungen. Das ist etwas weniger als der historische Durchschnitt nach Quartalsberichten. Die Wall Street bleibt optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 287 US-Dollar.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.