CEO Andy Jassy hat die Karten auf den Tisch gelegt. In seinem jährlichen Aktionärsbrief skizziert der Amazon-Chef einen beispiellosen Expansionsplan, der an der Wall Street für reichlich Diskussionsstoff sorgt. Im Zentrum steht ein gigantisches Investitionsbudget, das selbst für Tech-Giganten neue Maßstäbe setzt.
Massive Investitionen in die Infrastruktur
Konkret plant der Konzern für das Geschäftsjahr 2026 Kapitalausgaben in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar. Diese gewaltige Summe zieht unweigerlich die Blicke der Analysten auf sich. Schließlich finanzieren Konkurrenten wie Microsoft oder Alphabet ihre Infrastruktur zunehmend aus dem freien Cashflow.
Jassy verteidigt den Kurs vehement. Die Ausgaben basieren laut dem CEO nicht auf bloßer Intuition, sondern auf konkreten Kundenzusagen, insbesondere für AWS-Kapazitäten und spezialisierte KI-Infrastruktur. Das Management rechnet damit, dass diese Investitionen innerhalb weniger Jahre attraktive Renditen und einen signifikanten freien Cashflow generieren werden.
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Ungenutztes Potenzial
Trotz der ohnehin schon dominanten Marktposition sieht die Chefetage noch massives Potenzial. Der Wandel hin zu Cloud-Infrastruktur und E-Commerce bietet laut Jassy eine Startbahn für jahrelanges, zweistelliges Wachstum. Das untermauert er mit zwei zentralen Kennzahlen aus dem Brief:
- Cloud-Computing: AWS verzeichnet eine Umsatzrate von 142 Milliarden US-Dollar, während 85 Prozent der weltweiten IT-Ausgaben noch lokal getätigt werden.
- Globaler Handel: Der Einzelhandelsumsatz nähert sich 600 Milliarden US-Dollar, allerdings finden 80 Prozent der weltweiten Verkäufe weiterhin in stationären Geschäften statt.
Neben der langfristigen Strategie justiert das Management auch im operativen Tagesgeschäft nach. Um die eigenen Margen gegen schwankende Energiepreise abzusichern, führt Amazon ab dem 17. April 2026 einen Treibstoffzuschlag von 3,5 Prozent ein. Diese Gebühr betrifft den „Fulfillment by Amazon“-Service (FBA) in den USA und Kanada. Direkte Verkäufe an Prime-Kunden bleiben von dieser Maßnahme unberührt.
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Blick auf die Charttechnik
Die Börse honoriert die klaren Ansagen derzeit mit deutlichen Kursgewinnen. Allein in den vergangenen sieben Tagen kletterte das Papier um 11,58 Prozent nach oben und ging am Freitag bei 202,85 Euro aus dem Handel.
Zum Start in die neue Handelswoche am morgigen Montag rückt nun das 52-Wochen-Hoch bei 220,55 Euro in den direkten Fokus der Investoren. Angesichts eines stark überkauften RSI-Wertes von 84,9 bietet der 50-Tage-Durchschnitt bei 183,51 Euro eine erste wichtige Orientierungsmarke auf der Unterseite, falls nach der jüngsten Rallye kurzfristige Gewinnmitnahmen einsetzen.
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