Die Amazon-Aktie verzeichnete am Freitag einen heftigen Kurssturz von 5,6 Prozent auf 210 Dollar. Auslöser war die Ankündigung, die Investitionen 2026 auf rund 200 Milliarden Dollar hochzufahren – eine Steigerung von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit übertrifft der Online-Händler sogar die bereits üppigen Ausgabenpläne von Alphabet (bis zu 185 Milliarden Dollar) und Meta (bis zu 135 Milliarden Dollar).
Der Großteil des Geldes soll laut CEO Andy Jassy in den Ausbau der KI-Infrastruktur fließen. Doch den Investoren geht das offensichtlich nicht schnell genug. Die Quartalsberichte hatten zwar solide Zahlen gezeigt – das Wachstum der Cloud-Sparte AWS beschleunigte sich und die operative Marge übertraf die Erwartungen. Doch diese positiven Aspekte gerieten völlig in den Hintergrund.
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Anleger fordern schnellere Ergebnisse
„Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen“, stellte Jefferies-Analyst Brent Thill fest. Amazon müsse Vertrauensaufbau leisten. Die Sorge: Können die gewaltigen Summen überhaupt zurückverdient werden? Bereits bei Alphabet und Meta führten ähnliche Ankündigungen zu Kursverlusten – ein Muster, das sich nun bei Amazon fortsetzt.
Stephen Innes von SPI Asset Management sprach von einem „KI-Investitions-Kater“, der sich in eine wilde Flucht verwandele. Der Markt verlange Antworten, ob sich die hohen KI-Investitionen in Quartalen oder Epochen auszahlen würden. RBC-Analyst Srini Pajjuri prognostiziert, dass die Investitionen von Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft 2026 um rund 60 Prozent zulegen dürften – während der Markt nur mit einem Plus von etwa 40 Prozent gerechnet hatte.
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Technische Bedenken drücken zusätzlich
Erschwerend kommt hinzu: Es ist fraglich, ob die vier Konzerne die angepeilten Summen überhaupt vollständig ausgeben können. Teilemangel und Energieengpässe könnten die Umsetzung bremsen. Der Kampf um die Führungsrolle bei KI sei noch lange nicht ausgefochten, so Pajjuri.
Vom Anfang November erreichten Rekordhoch bei 258,60 Dollar ist die Amazon-Aktie damit um rund ein Fünftel zurückgekommen. Im laufenden Jahr zeichnet sich ein Minus von mehr als zehn Prozent ab. Die Anleger unterscheiden neuerdings deutlich stärker zwischen potenziellen Gewinnern und Verlierern des KI-Booms – und bei Amazon sehen sie aktuell vor allem die Kosten, nicht die Chancen.
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