Die Amazon-Aktie ist nach Einschätzung von Jefferies-Analyst Brent Thill deutlich unterbewertet. Mit einem aktuellen Bewertungsniveau von 13x EV/EBITDA liegt der Titel 6 Punkte unter seinem 10-Jahres-Durchschnitt und sogar 8 Punkte unter Walmart. „Wir denken, das ist zu günstig“, schreibt Thill in seiner Analyse.
Die Investmentbank bekräftigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 US-Dollar – was einem Aufwärtspotenzial von 25% entspricht. Seit den Q3-Zahlen legte die Aktie bereits 7% zu, blieb damit aber hinter Alphabet zurück, das im gleichen Zeitraum 23% zulegen konnte.
Cloud-Sparte vor Wachstumsschub?
Der Schlüssel zur optimistischen Einschätzung liegt in der Cloud-Sparte AWS. Jefferies erwartet für das vierte Quartal eine deutliche Beschleunigung des Backlog-Wachstums auf „mittlere 20% oder höher“. Als Treiber nennt die Bank drei Faktoren: den leichtesten Jahresvergleich 2025, starke Oktober-Buchungen, die allein das gesamte Q3-Volumen übertrafen, und durchweg positive Branchenchecks.
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Besonders bemerkenswert: Allein der 38 Milliarden US-Dollar schwere Deal mit OpenAI übertraf im Oktober das gesamte Buchungsvolumen des dritten Quartals. Citizens hob sein Kursziel auf 315 US-Dollar an und verwies auf höhere Umsatzprognosen für Anthropic, einen weiteren wichtigen AWS-Partner.
Handelsgeschäft profitiert von Statistik-Umstellung
Während Jefferies robustes Verbraucherwachstum und verbesserte Logistikeffizienz im E-Commerce-Geschäft konstatiert, sorgte 2025 eine technische Änderung für einen statistischen Schub. Das Statistische Bundesamt meldete für den deutschen Einzelhandel ein preisbereinigtes Umsatzplus von 2,7% – teilweise bedingt durch die Umstrukturierung eines großen Onlinehändlers, bei dem es sich um Amazon handeln soll. Dadurch wurden bislang nicht in Deutschland erfasste Umsätze erstmals berücksichtigt.
Gleichzeitig beendet Amazon die 2024 mit einer 475 Millionen US-Dollar-Investition gestartete Partnerschaft „Saks on Amazon“. Der bankrotte Luxushändler Saks Global zieht sich zurück, da die Kooperation „begrenzte Markenpartizipation“ zeigte. Luxusmarken befürchteten eine Verwässerung ihres Images auf der Massenmarkt-Plattform.
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