Zwei Großbanken erhöhen ihre Kursziele, der CEO verkauft Aktien — und am 29. April entscheidet sich, ob Amazons AWS-Wachstumsgeschichte hält, was sie verspricht.
Analysten setzen auf AWS-Beschleunigung
BofA hat ihr Kursziel auf 298 Dollar angehoben, KeyBanc sogar auf 325 Dollar. Beide Häuser behalten ihre Kaufempfehlung. Das ist kein Routine-Update.
BofA-Analyst Justin Post begründet die Anhebung mit höheren Wachstumserwartungen für AWS. Er schätzt, dass Einnahmen aus der Anthropic-Partnerschaft allein rund 1,3 Milliarden Dollar zusätzlich zum AWS-Umsatz beitragen könnten — im Vergleich zum Vorquartal. KeyBanc geht noch weiter: Die Bank sieht AWS auf dem Weg zu einem Wachstumstempo von rund 30 Prozent. Für 2027 erwartet KeyBanc einen Gewinn je Aktie von fast 10 Dollar.
Erwartungen liegen über dem Konsens
BofA prognostiziert für Q1 einen Umsatz von 178,4 Milliarden Dollar und ein operatives Ergebnis von 21,4 Milliarden Dollar — jeweils über dem Marktdurchschnitt. Beim AWS-Wachstum rechnet BofA mit 28 Prozent, der breite Konsens liegt bei 25 Prozent.
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Das wäre ein spürbarer Sprung gegenüber dem Vorquartal, als AWS mit 24 Prozent so schnell wuchs wie seit 13 Quartalen nicht mehr. Der Gesamtkonsens der Analysten erwartet einen Umsatz von rund 177 Milliarden Dollar — ein Plus von etwa 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 42 von 45 befragten Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 286 Dollar.
Die Amazon-Aktie notiert aktuell bei 215,20 Euro — knapp 2,4 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei rund 11 Prozent.
Jassy verkauft, Kosten steigen
CEO Andy Jassy hat am 17. April rund 31.000 Aktien verkauft und dabei knapp 7,9 Millionen Dollar erlöst. Der Verkauf lief über einen vorab festgelegten Handelsplan, den Jassy im November 2025 aufgesetzt hatte. Solche Pläne sind bei US-Managern üblich und sagen wenig über die persönliche Einschätzung zur Aktie aus.
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Allerdings gibt es operative Gegenwind. Amazon selbst warnte für 2026 vor rund einer Milliarde Dollar höheren Kosten durch das KI-Projekt Amazon Leo. KeyBanc sieht das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 unter Druck. Der freie Cashflow ist 2025 bereits deutlich gesunken, weil die Investitionsausgaben stark gestiegen sind.
Amazon gibt für Q1 einen Umsatzkorridor von 173,5 bis 178,5 Milliarden Dollar vor. Das operative Ergebnis soll zwischen 16,5 und 21,5 Milliarden Dollar liegen — eine ungewöhnlich breite Spanne, die die Unsicherheit widerspiegelt.
Am 29. April berichtet Amazon zeitgleich mit Microsoft und Google. Die Ergebnisse aller drei werden zeigen, wie stark die Cloud-Nachfrage im ersten Quartal wirklich war. AWS erzielte im Vorjahresquartal 29,3 Milliarden Dollar Umsatz — die Messlatte liegt hoch.
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