Lange rätselten Investoren über die Rentabilität der massiven KI-Investitionen. In seinem jährlichen Aktionärsbrief liefert CEO Andy Jassy nun erstmals konkrete Antworten. Die frisch veröffentlichten Umsatzzahlen für KI-Dienste und eigene Chips belegen ein rasant wachsendes Hardware-Imperium.
Das verborgene Chip-Geschäft
Bisher hielt sich der Konzern bei den Erlösen aus dem KI-Segment bedeckt. Am gestrigen Donnerstag bezifferte Jassy die hochgerechnete jährliche Umsatzrate der AWS-KI-Dienste auf über 15 Milliarden US-Dollar. Noch beeindruckender entwickelt sich das Geschäft mit maßgeschneiderten Chips wie Trainium und Inferentia. Hier liegt die Rate bereits bei über 20 Milliarden US-Dollar. Die Nachfrage nach den hauseigenen Prozessoren ist derart hoch, dass Amazon Anfragen von zwei großen Cloud-Kunden für die gesamte Graviton-Kapazität des Jahres 2026 ablehnen musste.
Um diesen Ansturm zu bewältigen, nimmt das Unternehmen extrem viel Geld in die Hand. Für das laufende Jahr plant Amazon Kapitalausgaben in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar. Diese fließen primär in KI-Infrastruktur, eigene Halbleiter und Robotik. Jassy rechtfertigt diese Summe mit festen Kundenzusagen, die eine Refinanzierung in den Jahren 2027 und 2028 sicherstellen sollen. Ein Teil dieser Strategie zeigt sich im Ausbau der Rechenzentren in Mississippi, für die zusätzliche 12 Milliarden US-Dollar freigegeben wurden.
Transparenz treibt den Kurs
Die offene Kommunikation kommt an der Wall Street hervorragend an. Anleger honorieren die Klarheit über die lukrativen KI-Erlöse, welche die Sorgen um den enormen Kapitalbedarf in den Hintergrund drängen. Entsprechend legte der Kurs in den vergangenen sieben Tagen um knapp 12 Prozent zu und notiert aktuell bei 203,00 Euro. Der Titel trotzt damit der allgemeinen Schwäche im Konsumgütersektor und profitiert von der klaren Verschiebung hin zu einem hardwareintegrierten Cloud-Modell.
Neben Fortschritten im Unterhaltungsbereich – Apple TV+ wurde heute in Prime Video integriert – und dem für Mitte 2026 geplanten Start des Satelliten-Internets Amazon Leo richtet sich der Fokus nun auf das operative Tagesgeschäft. Am 30. April 2026 wird Amazon voraussichtlich seine Quartalszahlen vorlegen und weitere Details zur Profitabilität der neuen KI-Segmente präsentieren.
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