Amazon hat gerade eine bemerkenswert breite Nachrichtenwoche hinter sich — und das Bild, das sich daraus ergibt, ist alles andere als eindeutig.
Auf der einen Seite stehen massive Ausgaben: Für 2026 plant der Konzern Kapitalinvestitionen von rund 200 Milliarden Dollar — ein Plus von etwa 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow hat das bereits gespürt: Im vierten Quartal 2025 brach er im Jahresvergleich um mehr als 76 Prozent ein. Kein Wunder, dass die Aktie seit Jahresbeginn rund 13 Prozent verloren hat.
Auf der anderen Seite häufen sich die strategischen Meldungen, die das langfristige Bild aufhellen.
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Leo hebt ab — mit Delta an Bord
Der wohl konkreteste Fortschritt dieser Woche kommt vom Satelliten-Internetdienst Leo. Delta Air Lines hat sich entschieden, ab 2028 auf 500 Maschinen das Leo-Netz für Bordinternet zu nutzen — zunächst auf Inlandsflügen mit Boeing 737 Max 10 sowie älteren 737- und A321-Modellen. Delta begründete die Wahl unter anderem mit der bestehenden Partnerschaft im Cloud-Geschäft über AWS.
Es ist bereits das zweite Airline-Abkommen für Leo nach einem Deal mit JetBlue aus dem Vorjahr. Aktuell hat Leo 214 Satelliten im Orbit, der Ausbau läuft: Für die nächsten zwölf Monate sind mehr als 20 Starts geplant. SpaceX-Starlink hat mit über 10.000 Satelliten einen gewaltigen Vorsprung — aber Amazon bewegt sich zügig in die richtige Richtung.
Parallel dazu: Am Anleihemarkt platzierte Amazon im ersten Quartal 2026 eine Rekordanleihe von 14,5 Milliarden Euro in acht Tranchen — der mit Abstand größte Einzelbeitrag unter den US-Emittenten am europäischen Primärmarkt.
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AWS und der Prime Day als kurzfristige Kurstreiber
Wer nach Stabilisierungsfaktoren sucht, wird bei AWS fündig. Die Cloud-Sparte steigerte ihren Umsatz im vierten Quartal 2025 um 24 Prozent auf 35,58 Milliarden Dollar — und bleibt damit der finanzielle Anker des Konzerns, der die Investitionslast trägt.
Ende April stehen die Quartalszahlen für Q1 2026 an. Zusätzlich kursieren Berichte, dass Amazon den Prime Day in diesem Jahr erstmals in den Juni vorziehen könnte — was Mehreinnahmen bereits im zweiten Quartal bedeuten würde. 2025 hatten die vier Eventtage US-Onlineumsätze von 24,1 Milliarden Dollar generiert, ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Analystengemeinde hält trotz der Investitionsbelastung an ihren Kurszielen fest. JPMorgan erhöhte das Ziel auf 280 Dollar bei unveränderter „Overweight“-Einstufung, Jefferies und Barclays sehen beide 300 Dollar als fairen Wert. Von 45 bei TipRanks erfassten Analysten empfehlen 42 den Kauf des Titels — kein einziger rät zum Verkauf.
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