Kein Quartalsbericht in den vergangenen Jahren hat so viel auf dem Spiel stehen wie der am 29. April. Amazon präsentiert dann seine Q1-2026-Zahlen — und die Antworten auf Fragen, die Milliarden bewegen.
Die Aktie schloss die Woche bei 212,75 Euro, rund 3,5 Prozent unterhalb des Allzeithochs vom November 2025. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut zehn Prozent auf dem Kurszettel.
AWS: Die eine Zahl, die alles entscheidet
Das Herzstück der Bewertung ist das Cloud-Geschäft. Im vierten Quartal 2025 wuchs AWS um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar — das stärkste Tempo seit 13 Quartalen. Hält das Wachstum die 20-Prozent-Marke, bleibt die Margenstory intakt. Fällt es darunter, muss die gesamte Bewertungslogik neu justiert werden.
Hinzu kommt die KI-Komponente. Der AWS-KI-Umsatz läuft inzwischen auf einem Jahrestempo von 15 Milliarden Dollar. Das Chip-Geschäft übertrifft sogar 20 Milliarden Dollar. Management-Prognosen sehen AWS bis 2036 bei einem Jahresumsatz von 600 Milliarden Dollar.
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Weite Spanne, echte Unsicherheit
Amazon selbst hat für Q1 2026 eine ungewöhnlich breite Zielspanne ausgegeben. Der Nettoumsatz soll zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden Dollar liegen. Das operative Ergebnis bewegt sich laut Prognose zwischen 16,5 und 21,5 Milliarden Dollar — eine Spanne von fünf Milliarden Dollar.
Die Folge: Zölle auf chinesische Importe, der Wegfall der De-minimis-Regelung für Kleinsendungen und Währungsrisiken belasten das Marktplatzgeschäft spürbar. Amazon verhandelt bereits aktiv mit Drittanbietern über Preisanpassungen.
200 Milliarden Dollar auf einen Schlag
Das größte Streitthema bleibt das Investitionsprogramm. Amazons geplante Kapitalausgaben für 2026 belaufen sich auf 200 Milliarden Dollar — das größte Einzeljahres-Capex-Programm in der US-Unternehmensgeschichte. Kritiker sehen darin eine Margenbremse mit unsicherem Rückfluss. Optimisten verweisen auf Amazons Muster: Infrastruktur zuerst bauen, Monetarisierung folgt.
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Morgan Stanley reiht Amazon in seiner Präferenzliste für die Big-Tech-Berichtssaison hinter Meta, aber vor Alphabet ein. Analyst Brian Nowak betont, dass weiteres Wachstum bei Werbung und Cloud-Umsätzen die Bereitschaft der Investoren erhöht, höhere Bewertungsmultiplikatoren zu akzeptieren.
Was der Konsens erwartet
72 Analysten decken die Aktie ab, das mittlere Kursziel liegt bei 291 Dollar. Wells Fargo hat Amazon zum bevorzugten Internet-Wert erklärt und setzt ein Kursziel von 305 Dollar — begründet mit AWS-Beschleunigung und verbessertem freiem Cashflow.
Am 29. April ab 23:30 Uhr MEZ wird sich zeigen, ob AWS-Wachstum, KI-Umsätze und Capex-Kommentare das Narrativ bestätigen oder erschüttern. Ein klarer Beat könnte die Aktie über das Allzeithoch bei 220,55 Euro treiben.
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