Amazon steht 2026 vor einem Spagat: Auf der einen Seite ein historischer Investitionsschub in KI-Infrastruktur, auf der anderen Seite Berichte über einen möglichen massiven Stellenabbau. Beides zusammen zeichnet das Bild eines Unternehmens im tiefgreifenden Umbau.
200 Milliarden Dollar für die KI-Infrastruktur
Das Kernstück der Strategie ist ein Investitionsbudget von rund 200 Milliarden Dollar für 2026 — ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber den 131,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Großteil fließt in AWS und KI-Kapazitäten, darunter ein neu angekündigtes Rechenzentrum in Mississippi im Wert von 25 Milliarden Dollar. CEO Andy Jassy bezeichnete KI als eine der schnellsten technologischen Entwicklungen der Geschichte. Bis 2027 soll die Stromkapazität verdoppelt werden — 2025 wurden bereits vier Gigawatt hinzugefügt. Dass OpenAI sich verpflichtet hat, zwei Gigawatt auf Amazons eigenem Trainium-Chip zu verarbeiten, unterstreicht die externe Nachfrage nach dieser Infrastruktur.
Parallel dazu treibt Amazon seine Logistikstrategie voran. Ein neues Abkommen mit dem US-Postdienst USPS sichert rund 80 Prozent des bisherigen Paketvolumens — über eine Milliarde Sendungen jährlich. Gleichzeitig investiert das Unternehmen vier Milliarden Dollar, um sein eigenes Liefernetz in ländlichen Regionen zu verdreifachen und 200 neue Stationen in kleineren Gemeinden zu eröffnen.
Stellenabbau-Gerüchte belasten die Stimmung
Neben dem Investitionsrekord sorgen Berichte über eine dritte Entlassungswelle für Unruhe. Laut Meldungen vom 8. April sollen im Mai bis zu 14.000 Stellen im mittleren Management gestrichen werden. Ein Unternehmenssprecher wies die Berichte offiziell als „nicht faktenbegründet“ zurück. Dennoch passt die Richtung zur erklärten Strategie einer flacheren Hierarchie — und die Spannung zwischen steigenden Infrastrukturkosten und Effizienzzielen bleibt ein zentrales Thema.
Für das erste Quartal 2026 erwartet das Management einen Nettoumsatz zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden Dollar, was einem Jahreswachstum von elf bis 15 Prozent entspräche. Das operative Ergebnis soll zwischen 16,5 und 21,5 Milliarden Dollar liegen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund acht Prozent verloren — die Märkte reagieren auf das Investitionsprogramm bislang verhalten, weil der Margendruck kurzfristig spürbar bleibt.
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