Amazon liefert operativ starke Zahlen – und steht an der Börse trotzdem unter Druck. Der Grund liegt weniger im Kerngeschäft als in der Frage, wie teuer der nächste Wachstumsschritt wird. Denn der Konzern steckt enorme Summen in KI-Infrastruktur, während Investoren schneller sichtbare Ergebnisse sehen wollen.
Warum Anleger nervös werden
Im Zentrum der Skepsis steht der geplante Infrastruktur-Ausbau: Amazon will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar an Investitionen (Capex) stemmen – mehr als jeder andere Konzern aus der „Magnificent Seven“-Gruppe laut Quelltext. Das ist eine Ansage, hat aber einen Haken: Solche Ausgaben drücken kurzfristig den freien Cashflow.
Genau das zeigt sich in den Erwartungen: Für 2026 wird laut Bloomberg-Daten im Quelltext ein negativer Free Cashflow von -524,2 Mio. US-Dollar prognostiziert – nach 7,7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025. Für viele Marktteilnehmer ist das der Knackpunkt: Wann kippt die Rechnung von „erst investieren“ zu „spürbar verdienen“?
Auch am Kursbild lässt sich diese Zurückhaltung ablesen. In den vergangenen 30 Tagen liegt die Aktie 13,51% im Minus und notiert mit 178,34 € spürbar unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
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Operativ stark – Ausblick bleibt der Bremsklotz
Trotz der Börsenschwäche beschreibt der Quelltext ein robustes Geschäft. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 14% auf 213,4 Mrd. US-Dollar, das operative Ergebnis legte von 21,2 Mrd. auf 25 Mrd. US-Dollar zu. In allen drei Segmenten gab es demnach zweistelliges Wachstum.
Besonders wichtig: AWS bleibt der Motor. Der Cloud-Bereich wuchs im Quartal um 24% auf 35,6 Mrd. US-Dollar. Zudem kletterte der Auftragsbestand (Backlog) auf 244 Mrd. US-Dollar (+40%). Das unterstreicht, dass Unternehmen weiterhin Cloud-Kapazitäten nachfragen – gerade weil KI-Anwendungen mehr Rechenleistung brauchen.
Die Börse schaut aber weniger auf „starkes Heute“ als auf die Marge und den Cashflow von morgen. Und die werden durch den Investitionszyklus erst einmal belastet.
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OpenAI-Deal und Bewertung: Chance, aber nicht gratis
Zusätzliche Brisanz bekommt das KI-Thema durch die im Quelltext genannte OpenAI-Partnerschaft. Amazon investiert demnach bis zu 50 Mrd. US-Dollar in zwei Schritten: 15 Mrd. US-Dollar bis 31. März, weitere 35 Mrd. US-Dollar später – abhängig von bestimmten Auslösern. Neben dem Kapital spielt auch die kommerzielle Seite eine Rolle: Der Deal beinhaltet die Nutzung von Amazons Trainium-Chips, was diesem Geschäftsfeld Rückenwind geben kann.
Gleichzeitig hat der Kursrückgang die Bewertung gedrückt. Im Quelltext wird Amazon mit unter dem 22-fachen der erwarteten Gewinne beschrieben – deutlich unter dem historischen Schnitt. Das erklärt, warum die Analystenmehrheit trotz aller Capex-Sorgen positiv bleibt: Laut den genannten Daten empfehlen 78 von 83 Experten den Kauf, keiner rät zum Verkauf.
Unterm Strich läuft 2026 auf einen Zielkonflikt hinaus: kurzfristig Cashflow-Gegenwind durch KI-Investitionen, langfristig die Hoffnung auf messbare Erträge – und genau dieses Spannungsfeld dürfte die Aktie in den kommenden Monaten weiter prägen.
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