„Project Hail Mary“ hat Amazon MGM Studios einen Rekordstart beschert — und das ausgerechnet zum Auftakt des größten Frühjahrs-Shoppingevents des Jahres. Zwei Katalysatoren auf einmal, die die Aktie nach einem schwierigen Jahresstart wieder in den Blickpunkt rücken.
Rekordstart im Kino
80,5 Millionen Dollar spielte der Ryan-Gosling-Sci-Fi-Film am Eröffnungswochenende allein in den USA ein — das ist der beste Kinostart in der Geschichte von Amazon MGM Studios. Das bisherige Rekordergebnis stammte von „Creed III“ mit 58 Millionen Dollar aus dem Jahr 2023. International kamen weitere 60,4 Millionen Dollar aus mehr als 80 Märkten hinzu, sodass der globale Start bei 141 Millionen Dollar liegt.
Bemerkenswert ist dabei der hohe Anteil von Premium-Formaten: Rund 55 Prozent der Tickets wurden für IMAX, Dolby und ähnliche Großleinwand-Formate verkauft. Auch die Kritiken halfen — auf Rotten Tomatoes trägt der Film eine Wertung von 95 Prozent.
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Trotzdem ist Vorsicht angebracht. Das Produktionsbudget lag bei 200 Millionen Dollar, weshalb der Film wohl die Marke von 500 Millionen Dollar knacken muss, um tatsächlich profitabel zu werden. Amazons bisherige Kinoausflüge verliefen holprig: „Melania“ spielte im Januar nur 16 Millionen Dollar bei einem Budget von 40 Millionen ein, „Crime 101″ brachte 65 Millionen bei 90 Millionen Produktionskosten.
2026 ist das erste vollständige Kinojahr seit der 8-Milliarden-Dollar-Übernahme von MGM im Jahr 2022 — 13 Filme stehen auf dem Programm. Als nächstes großes Projekt folgt im Juni „Masters of the Universe“, basierend auf der Mattel-Franchise.
Shoppingevent und Prime-Day-Verschiebung
Parallel zum Kinoerfolg startet am morgigen Mittwoch der „Big Spring Sale“ — sieben Tage mit Rabatten in 35 Kategorien, von Mode über Gartenartikel bis zu Haushaltswaren. Anders als Prime Day ist das Event auch für Nicht-Prime-Mitglieder zugänglich.
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Strategisch bedeutsamer ist jedoch eine andere Ankündigung: Amazon verlegt den jährlichen Prime Day von Juli auf Juni. Das verschiebt einen erheblichen Umsatzblock vom dritten ins zweite Quartal — was die Vergleichbarkeit der Quartalsergebnisse im laufenden Jahr erschwert. Zum Maßstab: Im vergangenen Jahr generierte der Prime Day laut Adobe Analytics 24,1 Milliarden Dollar Onlineumsatz bei US-Händlern, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Capex-Druck bleibt das zentrale Thema
Die positiven Nachrichten treffen auf eine Aktie, die seit Jahresbeginn deutlich unter Druck steht. Auslöser war vor allem das im Februar angekündigte Investitionsbudget von 200 Milliarden Dollar für 2026 — ein scharfer Anstieg gegenüber 131 Milliarden Dollar im Vorjahr, getrieben von KI-Infrastruktur. Die Aktie hatte vor Wochenbeginn rund 11 Prozent im Jahresverlauf verloren.
Jefferies-Analyst Brent Thill bezeichnete die Aktie in einer aktuellen Note als „falsch bewertet, nicht kaputt“ und bekräftigte sein Kursziel von 300 Dollar. Er verwies darauf, dass Amazons Bewertung auf Basis des operativen Cashflows auf den niedrigsten Stand seit 2008 gefallen sei — trotz weiterhin robustem Einzelhandelsgeschäft und anhaltendem AWS-Wachstum. Der Konsens der 45 Analysten, die Amazon abdecken, lautet „Strong Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 278,69 Dollar.
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