Die Meldungen rund um Amazon dürften die Notierungen in den kommenden Tagen durchaus beeinflussen können. Es ist die Rede von richtigem Krach mit dem Weißen Haus. Das ist in der Tat ein Kracher.

Die Kurse waren zuletzt zwar etwas gestiegen – am Freitag ging es um rund 3 % aufwärts und erreichten ein Kursniveau von rund 167 € -, allerdings ist das Niveau noch immer viel zu schlecht. Anleger dürfen sich über den Krach mit dem Weißen Haus vielleicht sogar freuen. Denn die Regierung von Donald Trump gerät zusehends unter Druck.

Bei Amazon ist der Grund einfach zu identifizieren. China zahlt weiterhin 145 % Zölle. Dies wiederum ist für das Papier der Amazon nicht mehr akzeptabel. Denn die Waren, die auf den Plattformen von Amazon gehandelt werden, kommen zu 70 % aus China. Das Geschäft dürfte bei solchen Entwicklungen regelrecht in sich zusammenbrechen können, so die Befürchtung. Daher legt sich das Unternehmen bei aller Bedacht mit der Regierung von Donald Trump an. Die muss nun eigentlich reagieren. Die Zölle sind hier entscheidend.

Die Quartalszahlen jüngst waren dennoch relativ gut, wie sich nun zeigte. Das Quartal allerdings ist noch nicht entscheidend für die neue Zollära.

Amazon hat nicht enttäuscht – die Zahlen

Das Unternehmen hat dabei nicht enttäuscht. Denn immerhin war binnen Jahresfrist der Umsatz um gut 8,6 % gestiegen. Dies hatten Analysten nicht ganz erwartet, wobei der Mehrumsatz nur in recht kleinen Dosierungen messbar zu sein scheint.

Beim Gewinn ist das Unternehmen noch stärker gewesen. Die Erwartungen wurden um 17 % getoppt.

Die operativen Ergebnisse sind mit 18,4 Mrd. Dollar gleichfalls über dem erwarteten Betrag in Höhe von 17,51 Mrd. Dollar eingelaufen. Auch das sollte noch einmal überzeugen. Grund sind die höheren operativen Margen, die um 0,9 Punkte von 10,7 % auf 11,8 % kletterten. Dennoch:

Die Zukunft dürfte nun auch an Trump hängen. Die Trendentwicklung ist formal noch in der Luft.