Amazon steckt tiefer in der Krise des Luxuseinzelhändlers Saks Global als bislang bekannt. Das kürzlich bekannt gewordene Insolvenzverfahren könnte den Tech-Giganten eine halbe Milliarde Dollar kosten.
Ein US-Insolvenzgericht in Houston genehmigte am 14. Januar 2026 eine Notfinanzierung von 400 Millionen Dollar für Saks Global – gegen den ausdrücklichen Widerspruch von Amazon. Der Online-Riese hatte 475 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert und befürchtet nun, dass diese Beteiligung „wertlos“ werden könnte. Amazons Anwälte zeigten sich während der Anhörung skeptisch: Man habe „wenig bis kein Vertrauen“, dass Saks erfolgreich aus der Insolvenz hervorgehen könne.
Prestigeprojekt wird zum Albtraum
Der Hintergrund: Amazon hatte mit Saks die Verkaufsplattform „Saks on Amazon“ aufgebaut. Zur Absicherung der Zahlungen von bis zu 900 Millionen Dollar diente das prestigeträchtige Flaggschiff-Gebäude von Saks an der Fifth Avenue in Manhattan als Sicherheit. Genau diese Immobilie beansprucht nun aber auch der neue Insolvenzkredit als Absicherung – ein klarer Interessenkonflikt.
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Richter Alfredo Perez wies Amazons Einwände zurück und genehmigte die Finanzierung dennoch. Ohne das frische Kapital wäre Saks „tot im Wasser“, erklärte Sanierungsexperte Mark Weinstein während der Verhandlung. Das Geld wird dringend benötigt, um die 17.000 Mitarbeiter zu bezahlen und Lieferanten zu bedienen.
Saks kämpft mit 3,4 Milliarden Dollar Schulden. Die gescheiterte Fusion mit Neiman Marcus hatte zu massiven Liquiditätsengpässen geführt. Lieferanten wie Chanel (136 Millionen Dollar Forderungen) und Kering (26 Millionen Dollar) warten auf insgesamt über 337 Millionen Dollar an ausstehenden Zahlungen.
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Drohnen-Tests lenken kaum ab
Während Amazon in England erste Testflüge mit seinen MK30-Lieferdrohnen vom Logistikzentrum in Darlington durchführte, dürfte die Saks-Pleite die Aufmerksamkeit der Investoren stärker binden. Die geplante Aufnahme des Drohnendienstes Prime Air noch in diesem Jahr wirkt angesichts der drohenden Abschreibung fast wie eine Ablenkung.
Für Amazon steht viel auf dem Spiel: Das Investment in den Luxushandel sollte das Portfolio diversifizieren und neue Kundenschichten erschließen. Stattdessen droht nun ein Totalverlust der 475-Millionen-Dollar-Beteiligung – ein empfindlicher Rückschlag für die Expansionsstrategie des Konzerns.
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