Amazon sichert sich frisches Kapital in historischen Dimensionen. Um den massiven Ausbau seiner KI-Infrastruktur zu finanzieren, platziert der Tech-Gigant eine der größten Unternehmensanleihen der US-Geschichte. Während der Anleihemarkt dem Konzern die Milliarden förmlich aus den Händen reißt, wächst bei Aktionären die Sorge vor den enormen Kosten dieser Strategie.
Historische Anleihe trifft auf Rekordausgaben
Mit einem Volumen von bis zu 42 Milliarden US-Dollar übertrifft die aktuelle Kapitalaufnahme die ursprünglichen Erwartungen deutlich. Die Nachfrage der Investoren war außergewöhnlich hoch: Das Orderbuch summierte sich zeitweise auf rund 126 Milliarden US-Dollar. Der Grund für diesen immensen Kapitalbedarf liegt in Amazons ehrgeizigen Investitionsplänen. Allein im laufenden Jahr 2026 will das Unternehmen rund 200 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren, eigene Chips und weitere Ausrüstung stecken. Das entspricht mehr als einer Verdopplung gegenüber den Ausgaben von 2024.
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Der Preis der Marktführerschaft
Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete die Cloud-Sparte AWS mit einem Plus von 24 Prozent das stärkste Wachstum seit über drei Jahren. Doch die massiven Investitionen hinterlassen Spuren in der Bilanz. Obwohl der operative Cashflow im Gesamtjahr 2025 bei robusten 139,5 Milliarden US-Dollar lag, brach der freie Cashflow auf 11,2 Milliarden US-Dollar ein. Analysten von Morgan Stanley und der Bank of America rechnen für 2026 sogar mit einem negativen freien Cashflow im zweistelligen Milliardenbereich. Rechnet sich dieser finanzielle Kraftakt?
Das Management sieht die Ausgaben als zwingend notwendig an, um die rasant steigende Nachfrage nach KI-Kapazitäten zu bedienen. Neu installierte Hardware werde vom Markt fast sofort absorbiert. Parallel dazu treibt Amazon auch andere kapitalintensive Projekte voran: Die Tochtergesellschaft Zoox weitet ihre Tests für autonome Robotaxis aktuell auf Dallas und Phoenix aus und ist damit mittlerweile in zehn US-Städten präsent.
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Expansion bei Zoox und Druck auf die Aktie
Am Aktienmarkt sorgt der enorme Kapitalbedarf jedoch für Zurückhaltung. Anleger fürchten, dass die hohen Abschreibungen auf die neue Infrastruktur die Margen in den kommenden Quartalen spürbar belasten werden. Diese Skepsis spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung wider: Aktuell notiert das Papier bei rund 185 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn gut vier Prozent im Minus.
Die erfolgreiche Platzierung der Rekordanleihe belegt das ungebrochene Vertrauen institutioneller Investoren in Amazons Bonität. Mit einem Auftragsbestand von 244 Milliarden US-Dollar bei AWS und einer starken Nachfrage nach den hauseigenen KI-Chips Trainium und Graviton, die bereits eine annualisierte Umsatzrate von über 10 Milliarden US-Dollar erzielen, sind die operativen Voraussetzungen für eine Refinanzierung der Milliardeninvestitionen geschaffen. Für eine nachhaltige Erholung der Aktie müssen diese Vorleistungen in den kommenden Quartalen nun die prognostizierten Renditen abwerfen.
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