Amazons CEO Andy Jassy hat diese Woche eine Zahl in die Welt gesetzt, die aufhorchen lässt: 15 Milliarden Dollar Jahresumsatz läuft AWS bereits durch KI-Dienste. Die Aktie reagierte mit einem Wochenplus von über 7 Prozent — und steht nun vor einem dichten Terminkalender, der Investoren einiges abverlangen dürfte.
Prime Video Ultra: Preiserhöhung mit Kalkül
Seit dem 10. April heißt Amazons werbefreier Streaming-Tarif „Prime Video Ultra“ — und kostet statt 2,99 nun 4,99 Dollar im Monat. Das entspricht einer Erhöhung von rund 67 Prozent. Im Gegenzug erhalten Abonnenten bis zu fünf gleichzeitige Streams, 100 Downloads und exklusiven 4K/UHD-Zugang.
Letzteres ist der entscheidende Hebel: 4K-Streaming, bisher auch im werbefinanzierten Basispaket verfügbar, wird damit zur Premiumpflicht. Wer in gewohnter Bildqualität schauen will, muss aufsteigen. Amazon zielt damit auf seine rund 315 Millionen werbefinanzierten Nutzer — ein Vielfaches der rund 200 Millionen, die das Unternehmen noch Anfang 2024 zählte.
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Quartalszahlen am 23. April unter besonderer Beobachtung
Der Q1-Bericht, bestätigt für den 23. April nach US-Börsenschluss, trifft auf ein unruhiges Umfeld. Amazons Führungsteam verhandelt bereits mit Drittanbietern über Preisanpassungen infolge neuer US-Importzölle auf chinesische Waren. Zusätzlich belastet die Abschaffung der sogenannten De-minimis-Regelung — die bislang zollfreie Einfuhr von Kleinsendungen — die Plattformkosten.
Für AWS gilt eine klare Messlatte: Ein Umsatzwachstum von mindestens 20 Prozent gilt als Voraussetzung, um die Bewertungsthese rund um die Cloud-Sparte zu stützen. Wer das AWS-Wachstum als Kernargument für die Aktie nutzt, braucht genau diesen Wert — oder besser.
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Analysten bleiben zuversichtlich
Wall Street zeigt sich wenig beeindruckt von den Unsicherheiten. 92 Prozent der Analysten mit Abdeckung empfehlen die Aktie derzeit positiv. Cantor Fitzgerald erhöhte das Kursziel diese Woche von 250 auf 260 Dollar mit „Overweight“-Einstufung. BNP-Paribas-Analyst Nick Jones geht noch weiter: Er sieht den Kurs bei 320 Dollar — ein Plus von rund 45 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau — und argumentiert, Investoren unterschätzten systematisch die KI-bedingten Erträge aus dem angekündigten 200-Milliarden-Dollar-Investitionsprogramm.
Der Cloud-Auftragsbestand von 244 Milliarden Dollar liefert dabei das Fundament für diese Einschätzung. Ob die Quartalszahlen am 23. April das bestätigen, entscheidet maßgeblich darüber, ob der jüngste Kursanstieg nachhaltig ist — oder eine Vorschusslorbeere, die noch verdient werden muss.
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