Amazon baut sein Satelliten-Netzwerk massiv aus. Parallel dazu blicken Investoren gespannt auf die kommenden Quartalszahlen. Die Erwartungen an das Cloud-Geschäft sind enorm hoch. An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 212,75 Euro. Damit notiert das Papier nur knapp 3,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Satelliten-Deal und Apple-Pakt
Letzte Woche bestätigte Amazon die Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar. Der Konzern zahlt 90 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 23 Prozent auf den letzten unbeeinflussten Schlusskurs. Amazon übernimmt damit sofort die Kontrolle über 24 funktionstüchtige Satelliten.
Hinzu kommen wertvolle Frequenzlizenzen. Diese bilden das digitale Fundament für direkte Verbindungen zu handelsüblichen Smartphones. Ein weiterer Coup: Amazon und Apple haben eine Vereinbarung unterzeichnet. Künftige iPhones und Apple Watches erhalten ihre Satellitenverbindung über das Amazon-Netzwerk. Ab 2028 plant Amazon den Start eines eigenen Systems der nächsten Generation.
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Die Hürde für das Cloud-Geschäft
Am 29. April meldet Amazon seine Ergebnisse für das erste Quartal. Analysten fokussieren sich dabei fast vollständig auf die Cloud-Sparte AWS. Die Wall Street hat eine klare Messlatte gelegt. Ein Umsatzwachstum von mindestens 20 Prozent gilt als Pflicht. Die Folge: Fällt der Wert niedriger aus, könnten Anleger die Aktie hart abstrafen.
Die Vergleichsbasis ist allerdings hoch. Im Vorquartal wuchs AWS um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden US-Dollar. Das war die höchste Wachstumsrate seit über drei Jahren. Ein starker Treiber bleibt künstliche Intelligenz. Die jährliche Umsatzrate für KI-Anwendungen bei AWS erreichte zuletzt 15 Milliarden US-Dollar.
Zölle als Störfaktor
Trotz der starken Cloud-Zahlen gibt es konjunkturelle Risiken. Amazon verhandelt aktuell mit Händlern über Preisanpassungen. Grund dafür sind geänderte US-Einfuhrzölle auf chinesische Waren. Der Wegfall bestimmter Freigrenzen erhöht die Kosten auf dem Marktplatz spürbar.
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Um diese Belastungen abzufedern, haben Amazon und viele Verkäufer bereits im vergangenen Jahr Lagerbestände vorgezogen. Zusätzlich verlagern sie ihre Lieferketten. Investoren erhoffen sich vom kommenden Quartalsbericht konkrete Aussagen zu den finanziellen Auswirkungen dieser Zollpolitik.
Analysten bleiben im Vorfeld der Zahlen optimistisch. Wells Fargo führt Amazon als Top-Pick im Internetsektor. Die Bank ruft ein Kursziel von 305 US-Dollar auf. Morgan Stanley sieht ebenfalls weiteres Potenzial durch steigende Werbe- und Cloud-Einnahmen.
Die kommenden Tage bieten eine klare Weichenstellung. Liefert AWS das geforderte Wachstum und gibt das Management einen glaubwürdigen Ausblick auf die geplanten Investitionen, rückt das Allzeithoch in greifbare Nähe. Enttäuschen die Margen, droht ein scharfer Rücksetzer von dem aktuell hohen Kursniveau.
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