Amazon: Q1-Umsatz 181,52 Milliarden überrascht

Amazon übertrifft mit starkem Q1 die Erwartungen, angetrieben durch das schnellste AWS-Wachstum seit Jahren. Analysten heben ihre Kursziele an.

Amazon Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und Gewinn übertreffen Prognosen
  • AWS-Wachstum erreicht 28 Prozent
  • Milliardenschwere KI-Investitionen geplant
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich

AWS wächst so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Das hat Analysten überzeugt — und die Amazon-Aktie auf Kurs gebracht.

Kursziele klettern nach oben

Stifel hob sein Kursziel am 1. Mai auf 319 Dollar an, von zuvor 294 Dollar, und bestätigte die Kaufempfehlung. Robert W. Baird zog mit einem neuen Ziel von 300 Dollar nach. Oppenheimer und Barclays erhöhten ihre Ziele ebenfalls. Das Konsens-Kursziel liegt nun bei 310,25 Dollar — deutlich über dem letzten Schlusskurs von 268,26 Dollar.

AWS als Gewinnmaschine

Amazon meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 181,5 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertraf die Erwartungen klar. Noch deutlicher fiel der Gewinn aus: Der Gewinn je Aktie erreichte 2,78 Dollar — Analysten hatten im Schnitt nur 1,63 Dollar erwartet.

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Das Herzstück bleibt AWS. Der Cloud-Arm wuchs um 28 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar Umsatz. Das ist das stärkste Wachstum seit mehreren Jahren. AWS steuerte rund 59 Prozent des gesamten operativen Gewinns bei.

Milliarden für KI-Infrastruktur

Die Investitionen wachsen rasant. Im ersten Quartal gab Amazon 43,2 Milliarden Dollar für Investitionen aus. CEO Andy Jassy plant für das Gesamtjahr 2026 rund 200 Milliarden Dollar — vor allem für Rechenzentren und Hochleistungscomputer.

Die Folge: Der freie Cashflow der letzten zwölf Monate brach um 95 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar ein. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es noch 26 Milliarden Dollar.

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Hinter dieser Strategie steckt auch die Partnerschaft mit Anthropic. Das KI-Unternehmen verpflichtete sich, über die nächsten zehn Jahre mehr als 100 Milliarden Dollar für AWS-Infrastruktur auszugeben. Amazon investiert seinerseits weitere 5 Milliarden Dollar in Anthropic — mit der Option auf bis zu 20 Milliarden mehr, abhängig von künftigen Meilensteinen. Die bestehende Beteiligung lag bereits bei 8 Milliarden Dollar.

Amazons eigene KI-Chips der Trainium-Reihe spielen dabei eine wachsende Rolle. Anthropic nutzt sie für seine Modelle und sicherte sich bis zu 5 Gigawatt Rechenkapazität auf AWS.

Die Aktie legte zwischen Anfang April und dem 1. Mai um 26 Prozent zu. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 2,88 Billionen Dollar. Ob das Tempo der KI-Ausgaben den freien Cashflow dauerhaft unter Druck setzt, wird sich spätestens mit den Q2-Zahlen zeigen — erwartet für Ende Juli.

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