AMD: $2 Milliarden Umsatzrevision nach Intel

Intels überraschend gute Quartalszahlen beflügeln AMD-Aktie auf neues Jahreshoch. Analysten sehen CPU-Bedarf für KI als Wachstumstreiber.

AMD Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursanstieg von fast 14 Prozent
  • Neues 52-Wochen-Hoch erreicht
  • CPU-Nachfrage für KI steigt
  • Eigene AMD-Zahlen Anfang Mai

Intel liefert überraschend starke Quartalszahlen. An der Börse feiert ein anderer Konzern den eigentlichen Triumph. Die unerwartet hohe Nachfrage nach Server-Prozessoren für Künstliche Intelligenz zwingt die Wall Street zum Umdenken. AMD rückt plötzlich ins Zentrum der KI-Strategien.

Die AMD-Aktie schoss am Freitag um fast 14 Prozent nach oben. Zum Handelsschluss stand ein neues 52-Wochen-Hoch von 294,95 Euro auf der Anzeigetafel. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus damit auf rund 55 Prozent.

Auslöser dieser Rally war der Konkurrent Intel. Der Chip-Riese meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 13,6 Milliarden US-Dollar. Das übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Besonders das Geschäft mit Rechenzentren wuchs rasant.

Fundamentale Neubewertung des Marktes

Bisher dominierten Grafikprozessoren von Nvidia den KI-Ausbau. Nun verschiebt sich der Bedarf. Für sogenannte agentische KI-Anwendungen rücken klassische Hauptprozessoren (CPUs) wieder in den Fokus. Das Verhältnis von GPUs zu CPUs nähert sich hier der Parität.

Analysten reagieren prompt auf diesen Strukturwandel. Die Investmentbank D.A. Davidson hob das Kursziel für AMD auf 375 US-Dollar an und empfiehlt die Aktie zum Kauf. Analyst Gil Luria passte seine Umsatzschätzungen für 2026 massiv nach oben an. Er sieht einen fundamentalen Wandel im Ertragsmodell. Wenn Intel mit Server-CPUs die Erwartungen schlägt, traut er AMD das erst recht zu.

AMD besitzt in diesem Umfeld einen strukturellen Vorteil. Laut Mercury Research hält das Unternehmen zwar nur knapp 29 Prozent der verkauften Server-Einheiten. Beim Umsatz erreichte AMD zuletzt aber einen Rekordanteil von über 41 Prozent. Die Folge: AMD sichert sich die lukrativsten Verträge der Branche.

Lieferengpässe bremsen das Wachstum

Nicht alle Marktbeobachter teilen die uneingeschränkte Euphorie. Die Analysten von Stifel verweisen auf zunehmende Lieferengpässe. Die Nachfrage ist enorm, aber die Produktionskapazitäten sind begrenzt. AMD kann aktuell nur so stark wachsen, wie die Zulieferer Chips fertigen können.

Hinzu kommen Exportbeschränkungen für den chinesischen Markt. Diese deckeln den dortigen Quartalsumsatz auf geschätzte 100 Millionen US-Dollar.

Blick auf die Quartalszahlen

Am 5. Mai legt AMD nach US-Börsenschluss die eigenen Zahlen vor. Experten rechnen für das Quartal mit einem Umsatz von knapp zehn Milliarden US-Dollar. Bank of America sieht weiteres Potenzial und hob das Kursziel auf 310 US-Dollar an. Das Management hat bei der Präsentation die Chance, die hohen Erwartungen an das CPU-Geschäft mit konkreten Ausblicken zu untermauern.

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