Bei Advanced Micro Devices (AMD) prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Führende Investmentbanken überbieten sich mit neuen Kurszielen. Parallel dazu trennen sich prominente Investoren und Insider von ihren Papieren. Das sorgt für reichlich Bewegung im Kurs.
Die Wall Street bewertet den Chipentwickler völlig neu. Analysten von Citi stuften die Aktie kürzlich auf „Kaufen“ hoch. Sie hoben das Kursziel massiv von 460 auf 575 US-Dollar an. Der Grund ist simpel. AMD etabliert sich als ernsthafte Alternative auf dem Markt für Grafikprozessoren (GPU). Bisher dominierte hier ein einziger Konkurrent.
Experten sehen gute Chancen für einen massiven Umsatzsprung. Bis 2028 könnte AMD die Marke von 50 Milliarden US-Dollar beim GPU-Umsatz knacken. Auch die Bank of America schließt sich dem Optimismus an. Sie hob ihr Kursziel auf 560 US-Dollar an.
Treiber sei der rasant wachsende Markt für Server-Prozessoren. Dieser soll sich bis 2030 fast verfünffachen.
Meta-Partnerschaft als Treiber
Ein zentraler Baustein für diese Prognosen ist die enge Zusammenarbeit mit Meta Platforms. AMD entwickelt für den Tech-Konzern den maßgeschneiderten KI-Chip MI450. Dieser soll die Kosten für riesige Rechenzentren deutlich senken.
Im Fokus steht dabei ein gigantischer Infrastruktur-Deal über sechs Gigawatt. Schätzungen zufolge bringt jedes installierte Gigawatt rund 15 Milliarden US-Dollar Umsatz für AMD. Solche Spezialanfertigungen sind ein entscheidender Vorteil. Große Cloud-Anbieter wollen ihre Abhängigkeit von einzelnen Hardware-Lieferanten verringern. Sie suchen nach effizienteren Lösungen.
Insider machen Kasse
Einige Investoren nutzen die hohen Kurse indes für Verkäufe. Cathie Woods Investmentfirma ARK stieß im Juni gut 80.000 AMD-Aktien ab. Das Paket hatte einen Wert von knapp 40 Millionen US-Dollar. Auch die NFJ Investment Group reduzierte ihre Position um 22 Prozent.
Auch die Unternehmensspitze agiert auffällig. CEO Lisa Su verkaufte kürzlich eigene Aktien für fast 58 Millionen US-Dollar. Direktorin Nora Denzel trennte sich von Papieren im Wert von rund 4,5 Millionen US-Dollar.
Kurs nimmt neue Hochs ins Visier
Dem Aktienkurs schaden diese Verkäufe bislang kaum. Im Gegenteil. Das Papier zeigte im zweiten Quartal 2026 eine enorme Dynamik. Nach einer kurzen Schwächephase der gesamten Chip-Branche erholte sich AMD schnell. Aktuell notiert der Kurs stabil über der Marke von 510 US-Dollar.
Kürzlich erreichte die Aktie ein Hoch bei 521 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten hinkt mit rund 486 US-Dollar noch hinterher. Die jüngsten Anpassungen der Großbanken zeigen jedoch die Richtung. Der Markt preist den Wandel vom reinen CPU-Hersteller zum KI-Profiteur zunehmend ein.
Ein interessantes Detail liefert Milliardär Larry Robbins. Er nahm AMD im Juni als Dividenden-Titel in sein Portfolio auf. Das zeigt einen Wandel in der Wahrnehmung. Der volatile Chip-Wert wandelt sich in den Augen großer Fonds zunehmend zu einem stabilen Basisinvestment.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 19. Juni liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

