Der Halbleiterkonzern Advanced Micro Devices durchläuft derzeit eine seltene Bewertungskorrektur. Während das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf den tiefsten Stand seit rund drei Jahren gesunken ist, sorgt eine neue Analystenstudie für frischen Optimismus. Im Zentrum steht dabei eine spezielle Form der künstlichen Intelligenz, die AMDs Server-Sparte in den kommenden Jahren massiv antreiben könnte.
Historisch günstige Bewertung
Erstmals seit Jahren notiert die Aktie unter ihren jüngsten historischen Durchschnittswerten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist auf etwa 76 gefallen, nachdem es in den Vorjahren noch deutlich dreistellig war. Dieser Rückgang spiegelt eine allgemeine Vorsicht im Technologiesektor wider. Investoren hinterfragen zunehmend, ob die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur zeitnah nachhaltige Gewinne abwerfen.
Erschwerend kommt ein aktueller branchenweiter Abverkauf hinzu. Geopolitische Unsicherheiten und Gewinnmitnahmen drückten den iShares Semiconductor ETF zuletzt um vier Prozent ins Minus, was auch den AMD-Kurs zum Wochenstart belastete. Seit Jahresbeginn 2026 verzeichnet das Papier ein Minus von rund 5,7 Prozent. Der Rücksetzer erscheint dabei weniger als firmenspezifisches Problem, sondern vielmehr als Kollateralschaden des schwachen Marktumfelds.
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Fokus auf „Agentic AI“
Gegen diesen negativen Branchentrend stemmt sich nun eine neue Einschätzung von Aletheia Capital. Analyst Stefan Chang bestätigte seine Kaufempfehlung und rief ein Kursziel von 330 US-Dollar aus. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau um 202 US-Dollar entspricht dies einem Aufwärtspotenzial von rund 63 Prozent.
Als Hauptgrund nennt Chang die sogenannte „Agentic AI“. Diese neue Kategorie von KI-Systemen stützt sich bei der Ausführung von Aufgaben stärker auf zentrale Hauptprozessoren (CPUs). Genau in diesem Bereich der Server-Chips verfügt AMD über eine führende Marktposition. Die Finanzexperten von Aletheia prognostizieren für AMDs Server-CPU-Geschäft zwischen 2025 und 2028 ein jährliches Wachstum von 45 Prozent. Der Umsatz der gesamten Rechenzentrumssparte soll sich laut dem Modell von 17 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr auf 77 Milliarden US-Dollar im Jahr 2028 vervielfachen.
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Solide Basis und kommende Termine
Fundamental steht der Konzern weiterhin auf einem stabilen Fundament. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 34 Prozent auf über 10 Milliarden US-Dollar, getrieben durch starke Verkäufe von EPYC-Prozessoren und Instinct-Grafikchips.
Für frische Impulse dürften in den kommenden Monaten neue Produktstarts sorgen. CEO Lisa Su plant erste Umsätze mit dem neuen MI450-Beschleuniger für das dritte Quartal ein. Flankiert wird dies durch eine erweiterte Speicher-Partnerschaft mit Samsung. Ein Belastungsfaktor bleibt das internationale Geschäft: US-Exportkontrollen für MI308-Chips nach China verursachten im Geschäftsjahr 2025 Belastungen von 440 Millionen US-Dollar. Die nächste Überprüfung der operativen Entwicklung steht am 28. April 2026 an, wenn AMD die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegt. Das Management peilt hierbei Erlöse von rund 9,8 Milliarden US-Dollar an.
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