Zwölf Gewinntage in Folge, ein Allzeithoch bei 235,85 Euro, ein Kursanstieg von über 35 Prozent in einem Monat — AMD hat eine der bemerkenswertesten Rallys der jüngeren Halbleitergeschichte hingelegt. Jetzt kommt der Moment der Wahrheit.
Am 5. Mai legt AMD seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Die Latte liegt hoch.
TSMC als Treiber
Den letzten Schub der Rallye lieferte ausgerechnet ein anderes Unternehmen. AMDs Fertigungspartner TSMC meldete für das erste Quartal einen Umsatzanstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte um mehr als 58 Prozent. Für das zweite Quartal erwartet TSMC einen Umsatz zwischen 39 und 40,2 Milliarden US-Dollar.
TSMC gilt als Barometer für den gesamten Chipsektor. Starke Nachfrage nach fortschrittlichen Fertigungsknoten für KI-Beschleuniger ist direkt auf AMD übertragbar — der Markt hat das sofort eingepreist.
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Was die Zahlen zeigen müssen
AMD selbst hat für Q1 einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Das entspräche einem Wachstum von etwa 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten rechnen im Schnitt mit 9,84 Milliarden Dollar und einem Gewinnwachstum von 33 Prozent je Aktie.
Ein Wermutstropfen: Exportbeschränkungen begrenzen die Verkäufe des Instinct MI308 nach China auf rund 100 Millionen Dollar. Das drückt auf die Umsatzdynamik.
Bank of America hat das Kursziel auf 310 Dollar angehoben und sieht AMD als Profiteur des KI-Rechenzentrumsbooms. Bernstein bleibt vorsichtiger — die Analysten halten an „Market Perform“ fest, hoben das Ziel aber auf 265 Dollar an und erwarten, dass AMDs EPYC-Serverprozessoren ihren Umsatz 2026 um rund 50 Prozent steigern.
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MI450: Die eigentliche Wette
Über die Quartalszahlen hinaus richtet sich der Blick auf AMDs nächste GPU-Generation. Der MI450 soll ab dem dritten Quartal Umsatz bringen und im vierten Quartal deutlich hochlaufen. Das Chip verfügt über 432 GB HBM4-Speicher und 19,6 TB/s Speicherbandbreite — rund 1,5-mal mehr als Nvidias kommende Rubin-Architektur.
AMD hat bereits Partnerschaften mit OpenAI und Meta geschlossen. Beide wollen bis zu sechs Gigawatt GPU-Kapazität abnehmen, beginnend mit dem MI450. Das Geschäftsmodell verschiebt sich dabei von einzelnen Chips hin zu integrierten Systemen — was die Marge erhöhen soll.
Kein Wunder, dass 37 von 49 Analysten die Aktie mit „Kaufen“ bewerten. Das Konsensziel liegt bei 289 Dollar.
Am 5. Mai wird sich zeigen, ob die Erwartungen Substanz haben — oder ob die Rallye der Realität vorausgeeilt ist. Entscheidend wird vor allem die Umsatzprognose für Q2 sein sowie jedes Signal zur MI450-Lieferkette.
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