AMD steht gerade an einer spannenden Kreuzung: Operativ liefert der Chipkonzern Rekordzahlen und sichert sich mit großen KI-Partnern langfristige Aufträge. Gleichzeitig sorgen strengere Regulierungssignale aus den USA und Skepsis an der Wall Street dafür, dass die Aktie kurzfristig nicht richtig in Fahrt kommt. Was wiegt am Ende schwerer – Wachstumsmotor oder politische Bremse?
Rekordzahlen – und trotzdem Ernüchterung
Unterm Strich hat AMD zuletzt stark abgeliefert. Das vierte Quartal brachte einen Rekordumsatz von 10,3 Mrd. US-Dollar, das Gesamtjahr 2025 lag bei 34,6 Mrd. US-Dollar. Auch beim Gewinn übertraf AMD die Erwartungen: Auf bereinigter Basis meldete das Unternehmen 1,53 US-Dollar je Aktie – deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,32 US-Dollar.
Warum reagierte der Markt dennoch kühl? Der Knackpunkt war weniger das abgelaufene Quartal als der Blick nach vorn. Für das erste Quartal stellte AMD rund 9,8 Mrd. US-Dollar Umsatz (±300 Mio.) in Aussicht. Das lag zwar über den Konsensschätzungen, doch ein Teil des Marktes hatte in Zeiten hoher KI-Investitionen offenbar noch mehr Dynamik in der Prognose erwartet.
Treiber bleibt das Rechenzentrum-Geschäft: Der Bereich Data Center wuchs 2025 um 32% auf 16,6 Mrd. US-Dollar – gestützt durch EPYC-CPUs und Instinct-GPUs. Gleichzeitig stieg die bereinigte Bruttomarge auf 57%, was AMD mit besserem Produktmix und effizientem Bestandsmanagement begründet.
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Meta-Deal: KI-Partnerschaft mit Wucht
Der strategisch wichtigste Schritt der vergangenen Wochen ist die ausgeweitete Kooperation mit Meta. Beide Unternehmen vereinbarten eine mehrjährige, mehrgenerationale Partnerschaft: Meta will bis zu 6 Gigawatt an AMD-Instinct-GPUs für seine KI-Infrastruktur einsetzen. Die ersten Lieferungen für das initiale 1-Gigawatt-Paket sollen in der zweiten Hälfte 2026 starten.
Technisch ist das Paket eng verzahnt – mit einer kundenspezifischen MI450-Variante, EPYC „Venice“ (6. Generation), ROCm-Software und der Helios-Rack-Architektur. Auffällig ist auch der finanzielle Hebel im Vertrag: performancebasierte Warrants auf bis zu 160 Mio. AMD-Aktien, gekoppelt an Liefer- und Kursziele.
Der Deal ähnelt dem im Oktober verkündeten OpenAI-Abkommen – ebenfalls über 6 Gigawatt. Zusammengenommen kommt AMD damit auf Zusagen über 12 Gigawatt für die kommenden Jahre. Das ist eine Größenordnung, die die Fantasie am Markt grundsätzlich nährt, weil sie die Rolle von AMD als ernstzunehmender Anbieter für Hyperscaler untermauert.
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Regulierung als Bremsklotz – und der nächste Termin
Für Unruhe sorgt seit letzter Woche ein weiterer Faktor: Berichte, wonach die US-Regierung neue Regeln vorbereitet, die für globale Exporte von KI-Chips Genehmigungen verlangen könnten. Ein Bernstein-Analyst warnte, Chip-Verkäufe könnten stärker in größere Handelsverhandlungen hineinrutschen – und genau diese Unberechenbarkeit mögen Märkte nicht. Bernstein stufte AMD am 6. März zudem mit „Hold“ ein.
Auch im Wettbewerb will AMD den Druck hochhalten. Der MI450 soll dank 2-Nanometer-Fertigung (in Zusammenarbeit mit TSMC) Vorteile gegenüber Nvidias „Vera Rubin“ auf 3 Nanometern haben. Zusätzlich gab AMD mehr Einblicke in die kommende MI500-Reihe und stellt dort – sehr offensiv – bis zu den Faktor 1.000 mehr KI-Performance gegenüber MI300X in Aussicht. Auf der Client-Seite kamen die Ryzen AI 400 Series (60 TOPS NPU) im Januar in den Markt, ergänzt um ein 150-Mio.-US-Dollar-Programm für KI-Bildung.
Bei der Aktie zeigt sich der Gegenwind der letzten Wochen aber weiterhin: Der Kurs liegt heute bei 163,44 € und damit seit Jahresanfang mit -14,29% im Minus.
Der nächste klare Prüfstein steht bereits fest: Am 5. Mai 2026 legt AMD die nächsten Quartalszahlen vor – dann wird sich zeigen müssen, ob die großen KI-Partnerschaften und der Data-Center-Schub sich schneller und sichtbarer in Umsatz und Wachstum übersetzen, als es der Markt nach der zuletzt vorsichtigen Reaktion aktuell einpreist.
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