AMD Aktie: In bester Position

AMD präsentiert Quartalszahlen bei Rekordkurs. Analysten sehen Margenrückgang, setzen aber auf langfristiges KI-Wachstum.

AMD Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht neues Allzeithoch
  • Bruttomarge sinkt auf 55 Prozent
  • China-Geschäft mit MI308 schrumpft
  • OpenAI-Liefervertrag startet im Sommer

Rekordhoch an der Börse, aber Skepsis bei der Profitabilität. Bei Advanced Micro Devices (AMD) prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Am Dienstag legt der Chipkonzern seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Die Erwartungen sind enorm.

Die Aktie beendete den Freitagshandel mit einem Plus von 4,62 Prozent bei 302,15 Euro. Damit notiert das Papier auf einem neuen Rekordhoch. Seit Jahresbeginn steht ein Kursgewinn von rund 58 Prozent zu Buche.

Das Problem mit der Profitabilität

Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von rund 9,85 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Gewinn je Aktie soll um ein Drittel steigen. Soweit so gut.

Der Knackpunkt liegt bei der Bruttomarge. Das Management erwartet für das abgelaufene Quartal einen Rückgang auf 55 Prozent. Im Vorquartal glänzte AMD noch mit 57 Prozent. Dieser Wert profitierte von einer einmaligen Bestandsauflösung bei bestimmten Grafikchips.

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Dieser Sondereffekt fällt nun weg. Parallel dazu schrumpft das China-Geschäft. Die dortigen Umsätze mit dem MI308-Beschleuniger sinken voraussichtlich von 390 Millionen auf 100 Millionen US-Dollar. Folglich fehlt dem Konzern ein wichtiger Treiber für die Margen.

Analysten sehen Strukturwandel

Trotz der Margensorgen überwiegt am Markt der Optimismus. Die Investmentbank DA Davidson hob das Kursziel kürzlich auf 375 US-Dollar an. Die Experten stuften die Aktie auf „Kaufen“ hoch. Sie begründen dies mit einer veränderten Nachfrage bei KI-Anwendungen.

Bisher trieb das Training von KI-Modellen den massiven Bedarf an Grafikprozessoren. Jetzt rückt die Anwendung der Modelle in den Vordergrund. Diese Inferenz-Workloads erfordern eine andere Hardware-Mischung. Der Bedarf an klassischen Hauptprozessoren steigt spürbar an.

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Davon profitiert AMD mit seinen EPYC-Serverprozessoren. Auch Bernstein und Citi hoben ihre Umsatz- und Gewinnprognosen für den Chipentwickler an. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt aktuell bei gut 292 US-Dollar.

Der Blick auf das zweite Halbjahr

Langfristig ruhen die Hoffnungen auf der KI-Pipeline. Der Liefervertrag mit OpenAI über neue Grafikchips startet in der zweiten Jahreshälfte 2026. Im gleichen Schritt gewinnt die Helios-Plattform von AMD an Fahrt.

Große Partner wie HPE und Lenovo integrieren das System bereits in ihre Server-Racks. Oracle plant den Start eines öffentlichen KI-Superclusters auf Basis dieser Architektur. Das Management muss am Dienstag beweisen, dass diese Aufträge die Margenschwäche ausgleichen können.

Am 5. Mai nach US-Börsenschluss liegen die Fakten auf dem Tisch. Die Investoren achten genau auf die Aussagen zur Produktionskapazität für das zweite Halbjahr. Nur wenn AMD das Tempo bei den OpenAI-Auslieferungen konkretisiert, lässt sich die hohe Bewertung der Aktie rechtfertigen.

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