Advanced Micro Devices hat Anfang März 2026 eine Partnerschaft verkündet, die womöglich die größte in der Firmengeschichte ist: Bis zu sechs Gigawatt GPU-Leistung für Meta, ausgeliefert über mehrere Jahre. Doch statt Euphorie herrscht Skepsis. Die Aktie verlor seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 mehr als ein Viertel an Wert – trotz Rekordumsätzen und prominenten KI-Aufträgen.
Starke Zahlen, enttäuschte Erwartungen
Im vierten Quartal 2025 erzielte AMD einen Umsatz von 10,3 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,53 Dollar. Beide Werte lagen deutlich über den Analystenschätzungen von 1,32 Dollar je Aktie bei 9,67 Milliarden Dollar Umsatz. Für das Gesamtjahr 2025 meldete der Chipkonzern Erlöse von 34,6 Milliarden Dollar.
Doch die Reaktion der Börse fiel ernüchternd aus. Der Grund: AMD stellte für das erste Quartal 2026 Umsätze zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt zwar über dem Analystenkonsens von 9,38 Milliarden Dollar, unterschreitet jedoch die optimistischeren Prognosen jener Investoren, die von einer stärkeren KI-Nachfrage ausgegangen waren.
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Zwölf Gigawatt, zwei Mega-Kunden
Die Partnerschaft mit Meta umfasst GPUs der kommenden MI450-Generation, EPYC-CPUs der sechsten Generation sowie die AMD-Helios-Rack-Architektur. Die ersten Lieferungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen. Zudem erhält AMD leistungsbasierte Optionsscheine auf bis zu 160 Millionen Aktien – abhängig von Lieferzielen und Kursentwicklung.
Zusammen mit dem im Oktober 2025 verkündeten Deal mit OpenAI, der ebenfalls sechs Gigawatt umfasst, hält AMD nun Zusagen über insgesamt zwölf Gigawatt GPU-Kapazität. Gemessen am Jahresumsatz 2025 von knapp 35 Milliarden Dollar könnte das Volumen beider Vereinbarungen mehr als das Zehnfache des jüngsten Jahresumsatzes erreichen.
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Technologischer Vorsprung, offene Fragen
Die MI450-Architektur wird im 2-Nanometer-Verfahren bei Taiwan Semiconductor Manufacturing gefertigt – ein Vorteil gegenüber Nvidias Vera Rubin, die auf 3-Nanometer-Technologie basiert. Eine Analyse von KeyBanc zeigt zudem, dass AMDs Server-CPUs für 2026 nahezu ausverkauft sind, was Preiserhöhungen von zehn bis 15 Prozent im ersten Quartal ermöglichen könnte.
Dennoch bleiben Zweifel. Die Fähigkeit, die angekündigten Mengen termingerecht auszuliefern, muss sich erst beweisen. Auch der Wettbewerb mit Nvidia bleibt eine Herausforderung, selbst wenn der Markt groß genug ist, um mehrere Anbieter zu tragen. Das Management strebt für die kommenden drei Jahre ein jährliches Umsatzwachstum von 35 Prozent an. Für 2027 kündigte AMD die MI500-Serie an, die eine bis zu tausendfach höhere KI-Leistung gegenüber der MI300X liefern soll.
Ausblick: Zusagen getätigt, Lieferung erwartet
AMD steht mit gefülltem Auftragsbuch und klarer Produktstrategie da. Die Ankündigung der Meta-Partnerschaft sorgte kurzfristig für einen Kursanstieg, doch die grundsätzliche Schwäche der vergangenen Wochen blieb bestehen. Investoren scheinen konkrete Liefernachweise abzuwarten, bevor sie der Aktie höhere Bewertungen zugestehen. Die Kluft zwischen strategischer Positionierung und aktueller Kursentwicklung zeigt: Die Versprechen sind gemacht – nun muss AMD liefern.
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