Der Halbleiterkonzern AMD profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Prozessoren für moderne Rechenzentren. Medienberichten zufolge hat OpenAI Prozessoren der Reihe EPYC „Turin“ als Host-CPUs für eigene Server ausgewählt. Die Hardware soll künftig gemeinsam mit den hauseigenen Jalapeño-ASIC-Bausteinen des KI-Unternehmens zum Einsatz kommen.
Stifel hebt Kursziel vor Quartalszahlen
Gestern passte das Analysehaus Stifel seine Bewertung für die Aktie an. Die Analysten hoben ihr Kursziel von $635 auf $700 an und bestätigten die Einstufung mit „Buy“. Zur Begründung verwies das Haus auf Engpässe auf der Angebotsseite. Vor den Zahlen für das September-Quartal bleibe der Ausbau der KI-Infrastruktur durch die Lieferketten statt durch die Nachfrage begrenzt.
Die Einschätzung stützt den breiten Aufwärtstrend im Technologiesektor. Medienberichten zufolge trieben Kursgewinne bei wachstumsstarken Werten den Leitindex Nasdaq gestern auf ein Rekordhoch. Für Chiphersteller bedeutet die hohe Investitionsbereitschaft großer Plattformbetreiber ein stabiles Fundament für das laufende Geschäft.
Kursstärke nahe dem Rekordniveau
Im europäischen Handel schloss das Papier gestern bei 563,10 Euro. Damit notiert die Aktie 1,6 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Beginn des Jahres beläuft sich der Wertzuwachs auf 206 Prozent.
Die Kursstärke spiegelt das Vertrauen der Investoren in die Marktposition des Konzerns wider. Neben dem Absatz etablierter Serverchips konzentriert sich AMD darauf, die eigene Software- und Forschungskompetenz durch gezielte Zukäufe auszubauen.
Vor gut einer Woche vereinbarte AMD die Übernahme des Unternehmens World Labs Technologies für rund 8,2 Milliarden Dollar in AMD-Aktien. Nach dem für Ende 2026 erwarteten Abschluss soll die Mitgründerin Fei-Fei Li als Executive Vice President und Chief Scientist zu AMD wechseln. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Breiteres Portfolio für Entwickler
Parallel dazu erweitert AMD das Portfolio für Entwickler. Ende September stellte das Unternehmen das System AMD Ross vor, einen KI-Assistenten für das Design eingebetteter Systeme. Die Software unterstützt Ingenieure bei Programmen, Halbleiterstrukturen und Platinenentwürfen.
Ergänzend treibt der Konzern Partnerschaften im Gerätesegment voran. Gemeinsam mit Perplexity wurde vereinbart, dass deren portable Anwendung auf Windows-Rechnern laufen kann. Voraussetzung sind Prozessoren der Serie AMD Ryzen AI Max mit der Entwicklungsplattform Ryzen AI Halo.
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