AMD bekommt nach einigen wackligen Wochen wieder Rückenwind – und diesmal kommt er gleich aus zwei Richtungen: CEO Lisa Su signalisiert überraschend starke CPU-Nachfrage, und eine neue Großpartnerschaft mit Meta gibt dem KI-Geschäft einen festen Anker. Genau das wollten Anleger zuletzt sehen: weniger Vision, mehr greifbare Nachfrage und Abnahme.
Was den Stimmungswechsel auslöste
Der Impuls für die Erholung kam laut Bericht vor allem von Aussagen von Lisa Su auf der Morgan Stanley Technology, Media & Telecom Conference (am 3. März). Chip-Aktien reagieren derzeit extrem empfindlich auf echte Nachfragesignale – und Su setzte ihren Schwerpunkt ausgerechnet auf das CPU-Geschäft: Die Nachfrage in diesem Bereich habe die eigenen Erwartungen „deutlich übertroffen“.
Zusätzlich bekräftigte sie, dass AMD den MI450 auf den Markt bringt. 2026 soll demnach das Zusammenspiel aus CPU- und GPU-Portfolio stärker „zusammenrücken“ – inklusive Rack-Scale-Systemen („Helios“), die Kunden schneller von der Installation zur tatsächlichen Nutzung („time to workload“) bringen sollen. Das ist wichtig, weil viele KI-Investitionen nicht an der Rechenleistung scheitern, sondern an Integration und Skalierung.
Meta als strategischer Anker
Das zweite große Signal ist die frisch angekündigte Partnerschaft mit Meta Platforms. Beide Unternehmen vereinbarten eine mehrjährige Zusammenarbeit über mehrere Produktgenerationen: Meta will bis zu 6 Gigawatt AMD-Instinct-GPUs für seine KI-Infrastruktur einsetzen. Die Auslieferungen für das erste Gigawatt sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten.
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Für die erste Installation ist ein Paket geplant, das nicht nur aus GPUs besteht: eine kundenspezifische MI450-basierte GPU, EPYC-CPUs der 6. Generation („Venice“), ROCm-Software und die Helios-Rack-Architektur. Der Deal geht damit über reine Hardware hinaus und zielt auf ein abgestimmtes Gesamt-System.
Bemerkenswert ist außerdem die Vertragsstruktur: Genannt werden leistungsabhängige Warrants für bis zu 160 Millionen AMD-Aktien, gekoppelt an Liefer- und Kursziele. AMD erwartet daraus mehrjähriges Umsatzwachstum und einen positiven Effekt auf den Non-GAAP-Gewinn je Aktie. Meta baut zudem die CPU-Zusammenarbeit aus und tritt als Lead-Kunde für EPYC „Venice“ auf.
12 Gigawatt – aber der Markt will Taten sehen
Zusammen mit einem ähnlichen 6-Gigawatt-Abkommen mit OpenAI kommt AMD damit laut Bericht auf KI-GPU-Zusagen über insgesamt 12 Gigawatt in den kommenden Jahren. Das ist eine Größenordnung, die den strategischen Anspruch untermauert: AMD will im KI-Rechenzentrum nicht nur mitlaufen, sondern eine echte zweite Bezugsquelle neben Nvidia werden.
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Die Basis dafür liefern starke Zahlen: AMD meldete für das vierte Quartal 2025 einen Rekordumsatz von 10,3 Mrd. US-Dollar und für das Gesamtjahr 2025 Erlöse von 34,6 Mrd. US-Dollar. Im Data-Center-Segment stiegen die Q4-Umsätze auf 5,4 Mrd. US-Dollar (+39% zum Vorjahr). Der freie Cashflow lag 2025 bei einem Rekord von 5,5 Mrd. US-Dollar.
Trotzdem bleibt der entscheidende Punkt laut Bericht die Umsetzung. Wie schnell kann AMD tatsächlich liefern – und wie gut hält die Nachfrage, wenn der erste Hype verpufft? Genau deshalb werden die nächsten Quartale vor allem daran gemessen, ob aus Ankündigungen termingerechte Auslieferungen werden.
Am Markt zeigt sich diese Vorsicht auch im Chartbild: Auf 30 Tage liegt die Aktie trotz der jüngsten Erholung rund 15% im Minus – ein Hinweis, dass Investoren zwar wieder Hoffnung schöpfen, aber noch auf belastbare Lieferfortschritte warten. In den Fokus rückt damit ein konkreter Zeitraum: die zweite Jahreshälfte 2026, wenn die ersten MI450-basierten Lieferungen an Meta (und OpenAI) anlaufen sollen.
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