AMD Aktie: Positiver Impuls voraus

Nach Intels starken Zahlen und einer fulminanten Kursrally sind Analysten uneins über die AMD-Bewertung. Die Quartalszahlen am 5. Mai sollen Klarheit bringen.

AMD Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursplus von über 64 Prozent
  • Intel-Ergebnisse als Auslöser
  • Analysten uneins über Bewertung
  • Quartalszahlen am 5. Mai

Ein Kursplus von über 64 Prozent in nur 30 Tagen spricht eine deutliche Sprache. An der Börse wird AMD derzeit für eine neue Ära der Künstlichen Intelligenz gefeiert. Hinter den Kulissen der Wall Street tobt derweil ein heftiger Streit über die Bewertung. Wenige Tage vor den Quartalszahlen prallen extreme Bullen- und Bären-Szenarien aufeinander.

Impuls vom Konkurrenten

Bemerkenswert ist der Auslöser der jüngsten Rally. Nicht eigene Nachrichten trieben den Kurs auf aktuell 289 Euro, sondern die Zahlen des Erzrivalen Intel. Dieser übertraf seine eigene Umsatzprognose massiv. Der Grund dafür war eine explodierende Nachfrage nach Server-Prozessoren.

KI-Anwendungen verlagern sich zunehmend von der reinen Trainingsphase hin zur Inferenz und zu Multi-Agenten-Systemen. Das rückt klassische CPUs wieder in den Fokus. Davon profitiert AMD mit seinen EPYC-Prozessoren direkt. Aktuell notiert das Papier nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von rund 295 Euro und hat sich mit einem Abstand von fast 46 Prozent weit von seinem 50-Tage-Durchschnitt abgesetzt.

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Wall Street spaltet sich

Optimisten wie DA Davidson sehen den Chipentwickler in einer Position der Stärke. Analyst Gil Luria rechnet mit deutlichen Preisanhebungen und schraubte seine Umsatzschätzung für 2026 um zwei Milliarden US-Dollar nach oben. Auch Susquehanna erwartet starkes Wachstum im Rechenzentrum, angetrieben durch die neuen MI350-Beschleuniger.

Auf der anderen Seite formiert sich Widerstand. Northland Capital Markets beendete eine elfjährige Kaufempfehlung und stufte die Aktie auf „Market Perform“ mit einem Kursziel von 260 US-Dollar ab. Die Experten warnen vor strukturellen Grenzen bei der Bruttomarge. Konkurrenzdruck durch Intel und eine mögliche Abkühlung der KI-Investitionen im Jahr 2027 dämpfen die Euphorie. Citi stützt diese Skepsis und belässt das Kursziel bei 248 US-Dollar.

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Politische Risiken bleiben

Abseits der reinen Marktdynamik belasten politische Faktoren das Geschäft. US-Exportkontrollen kosteten das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 440 Millionen US-Dollar beim Modell MI308. Entsprechend intensiv sucht CEO Lisa Su den Dialog mit der Politik. Kürzlich traf sie sich mit US-Handelsminister Howard Lutnick, um die technologische Führungsrolle der USA und KI-Regulierungen zu besprechen.

Am 5. Mai legt AMD die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Im Fokus stehen dann die konkreten Umsätze im Rechenzentrumsgeschäft und der Ausblick auf die kommenden Monate. Der Markt erwartet starke Zahlen. Auf der Prognoseplattform Polymarket taxieren Händler die Wahrscheinlichkeit für übertroffene Gewinnerwartungen aktuell auf 85 Prozent. Hält die Dynamik bei den Server-CPUs an, dürfte dies die Bedenken der Skeptiker vorerst entkräften.

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