AMD hat den Berichtstermin für das erste Quartal 2026 offiziell bestätigt: Am 5. Mai werden die Zahlen nach Börsenschluss veröffentlicht. Die Erwartungslatte liegt bereits hoch — und die Produktroadmap für die zweite Jahreshälfte dürfte mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit bekommen wie die Quartalsergebnisse selbst.
Was der Markt erwartet
AMD hat für Q1 2026 einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, was einem Wachstum von etwa 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2025 erzielte AMD mit 10,3 Milliarden Dollar Rekordumsatz, das Data-Center-Segment allein steuerte 5,4 Milliarden bei. Der sequenzielle Rückgang im ersten Quartal ist also eingepreist — die Frage ist, ob das Margenziel von rund 55 Prozent Non-GAAP-Bruttomarge gehalten werden kann.
Mittelfristig bleibt das Unternehmen ambitioniert: Mehr als 60 Prozent jährliches Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft über die nächsten drei bis fünf Jahre sowie Milliardenumsätze im KI-Bereich bis 2027 sind die kommunizierten Ziele.
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Insider-Verkäufe im Kontext
In den vergangenen Wochen haben mehrere AMD-Manager Aktien veräußert. CEO Lisa Su trennte sich im Februar und März 2026 insgesamt von 210.000 Aktien zu Preisen zwischen rund 197 und 219 Dollar — jeweils auf Basis eines bereits im September 2025 aufgesetzten 10b5-1-Plans. CTO Mark Papermaster verkaufte im März 3.034 Aktien zu 200 Dollar, EVP Forrest Norrod plant den Verkauf von bis zu 19.450 Aktien über einen bereits im Juni 2025 eingerichteten Plan.
Solche vorausplanenden Handelsprogramme sind unter Führungskräften gängige Praxis zur Portfoliodiversifikation und sagen nichts über die aktuelle Einschätzung der Geschäftsentwicklung aus. Parallel dazu erhielt Su eine leistungsbasierte Aktienzuteilung über 362.906 Einheiten — mit dem höchsten Auszahlungsniveau bei einem AMD-Kurs von 600 Dollar bis März 2031.
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Analysten und Produktausblick
Wall Street bleibt konstruktiv gestimmt. Von 40 erfassten Analysten sprechen 29 eine Kaufempfehlung aus, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 290,53 Dollar. Wolfe Research bekräftigt ein Outperform-Rating mit Ziel 300 Dollar und verweist auf anhaltende Dynamik im Servergeschäft sowie den EPYC-CPU-Pfad als tragende Säulen.
Der eigentliche Taktgeber für die zweite Jahreshälfte ist die KI-Hardware-Roadmap: Die MI450-Beschleuniger und die Helios-Rack-Plattform sollen ab Mitte 2026 in den Markt kommen — bestätigt durch AMD-Vizepräsident Anush Elangovan. China bleibt ein Unsicherheitsfaktor: Für Q1 sind lediglich 100 Millionen Dollar GPU-Umsatz aus China eingeplant, eine weitergehende Prognose hat das Management angesichts der volatilen Lage bewusst offengelassen.
Am 5. Mai wird sich zeigen, ob AMD die hohen Erwartungen erfüllt — und ob der Ausblick auf MI450 und Helios konkret genug ausfällt, um die Bewertung von rund 37x Forward-KGV zu rechtfertigen.
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