AMD Aktie: Starker Rückenwind vor Q1-Zahlen

AMD sichert sich HBM4-Speicher von Samsung für kommende GPUs und bringt neue KI-Prozessoren auf den Markt. Die hohen Umsatzerwartungen für Q1 werden am 5. Mai auf den Prüfstand gestellt.

AMD Aktie
Kurz & knapp:
  • Samsung wird Hauptlieferant für HBM4-Speicher
  • Neue Ryzen AI 400 Desktop-Prozessoren vorgestellt
  • Umsatzerwartung von 9,8 Milliarden Dollar für Q1
  • Analysten erwarten starkes Gewinnwachstum 2026

AMD hat den 5. Mai als Termin für die Quartalszahlen bestätigt — und das Unternehmen kommt mit einigen handfesten Neuigkeiten in diesen Berichtszeitraum. Eine gesicherte HBM4-Speicherlieferung, neue KI-Prozessoren für den Desktop-Markt und ambitionierte Umsatzerwartungen zeichnen das Bild eines Unternehmens, das seinen Wachstumskurs konsequent fortsetzen will.

HBM4-Partnerschaft mit Samsung

Der wohl bedeutendste Schritt vor dem Quartalsbericht ist die Absicherung der Speicherversorgung für die nächste GPU-Generation. Samsung und AMD haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Samsung als primären HBM4-Lieferanten für den kommenden Instinct MI455X-Beschleuniger festlegt. Speicher ist derzeit der kritischste Engpassfaktor für GPU-Hersteller — wer diesen Flaschenhals frühzeitig schließt, verschafft sich einen erheblichen Vorteil im Rennen um Rechenzentrumsaufträge.

Samsungs HBM4 basiert auf einem 4-Nanometer-Logikchip und erreicht Bandbreiten von bis zu 3,3 Terabyte pro Sekunde. Zusätzlich sondieren beide Unternehmen eine mögliche Foundry-Partnerschaft, bei der Samsung Fertigungsdienstleistungen für künftige AMD-Produkte übernehmen würde.

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Ryzen AI 400 und die Erwartungen für Mai

Parallel dazu erweitert AMD sein Portfolio für den KI-PC-Markt. Die neuen Ryzen AI 400 Series Desktop-Prozessoren integrieren Zen-5-Kerne, RDNA-3.5-Grafik und eine XDNA-2-Recheneinheit mit bis zu 50 TOPS KI-Leistung. Die Enterprise-Variante der PRO-Serie kommt auf bis zu 60 TOPS. Ab dem zweiten Quartal 2026 sollen Systeme von HP, Lenovo und Dell auf den Markt kommen.

Die Zahlen, die AMD am 5. Mai präsentieren muss, sind ambitioniert. CEO Lisa Su hat für Q1 einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, mit einem Wachstum von über 60 Prozent im Rechenzentrumsgeschäft. Analysten-Konsensschätzungen gehen von einem Gewinnwachstum von mehr als 72 Prozent für das Gesamtjahr 2026 aus. Im vierten Quartal 2025 hatte AMD seinen Marktanteil bei Server-CPUs bereits auf 41,3 Prozent ausgebaut — auf Kosten von Intel.

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Das durchschnittliche Kursziel der 40 abdeckenden Analysten liegt bei 290,53 US-Dollar, 29 davon mit einer Kaufempfehlung. Wells Fargo setzt das Ziel bei 345 Dollar, UBS bei 310 Dollar.

Ein bewusstes Risiko bleibt China: Management plant für Q1 lediglich rund 100 Millionen Dollar GPU-Umsatz aus der Region und verzichtet angesichts der geopolitischen Unsicherheiten auf weitergehende Prognosen. Ob das Rechenzentrumsgeschäft und der KI-GPU-Hochlauf die bereits hohen Erwartungen erfüllen, wird sich am 5. Mai zeigen — der Kurs liegt aktuell rund 15 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

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