UBS hat gestern Medienberichten zufolge das Kursziel für AMD von 730 $ auf 700 $ gesenkt. Die Kaufempfehlung bestätigte das Analysehaus nach den Quartalszahlen und dem Ausblick des Unternehmens. Damit verbindet UBS ein niedrigeres Bewertungsziel weiterhin mit einem positiven Anlageurteil.
Kaufempfehlungen trotz niedrigerer Ziele
Auch Goldman Sachs reduzierte gestern Medienberichten zufolge seine Zielmarke nach den Ergebnissen des dritten Quartals. Das Haus senkte das Kursziel von 700 $ auf 675 $ und bestätigte ebenfalls seine Kaufempfehlung. Beide Analystenaktionen betreffen damit die Zielmarken, nicht die Einstufungen.
AMD hatte für das dritte Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 13,4 Milliarden $ gemeldet. Das entsprach nach Unternehmensangaben einem Wachstum von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Rechenzentren: Dessen Umsatz stieg laut AMD um 97 Prozent auf 8,5 Milliarden $. Das Management erwartet, dass sich das Umsatz- und Gewinnwachstum im Schlussquartal beschleunigt, getragen von einer starken Nachfrage im gesamten Rechenzentrumsportfolio.
Für das vierte Quartal 2026 prognostizierte AMD einen Umsatz von ungefähr 17 Milliarden $. Die Prognose sieht eine Schwankungsbreite von drei Prozent nach oben oder unten vor.
Meta-Partnerschaft und Branchendruck
Am 27. Oktober kündigte AMD eine erweiterte strategische Partnerschaft mit Meta für dessen Superintelligenz-Infrastruktur an. Sie umfasst Prozessoren, Grafikchips, Netzwerktechnik, Systeme und Software. Nach AMD-Angaben setzte Meta bereits Helios-Systeme ein und nutzte EPYC-Prozessoren für seinen KI-Agenten Muse.
Das Branchenumfeld blieb von Sorgen über die Kosten des KI-Ausbaus geprägt. Reuters berichtete am Freitag, Intels schwacher Quartalsausblick habe einen breiten Ausverkauf bei Chipwerten ausgelöst. Dabei belasteten auch Befürchtungen über eine schwächere PC-Nachfrage den Sektor. AMD verlor während dieser Sitzung 10,9 Prozent.
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