Die Papiere von Advanced Micro Devices (AMD) kennen derzeit kaum ein Halten. Auf Jahressicht steht ein Kursplus von beeindruckenden 212 Prozent auf der Anzeigetafel. Aktuell notiert der Wert bei 235,85 Euro und damit exakt auf dem 52-Wochen-Hoch. Nun muss der Chipentwickler beweisen, dass die fundamentale Entwicklung diese sportliche Bewertung rechtfertigt.
TSMC liefert Steilvorlage
Ein starker Rückenwind kommt aus Taiwan. Der Auftragsfertiger TSMC meldete kürzlich einen massiven Gewinnsprung von 58 Prozent. Das Unternehmen produziert als Hauptpartner die neuen KI-Beschleuniger für AMD.
Parallel dazu hob TSMC die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf über 30 Prozent an. Das Management verwies auf eine unstillbare Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Für AMD bedeutet das: Die Lieferketten funktionieren und der Markt wächst rasant.
Ein weiterer Kurstreiber ist die erweiterte Partnerschaft mit Meta. Der Facebook-Mutterkonzern ordert AMD-Chips im großen Stil. Laut der Nachrichtenagentur Reuters beläuft sich das Volumen über fünf Jahre auf bis zu 60 Milliarden US-Dollar. Meta erhält im Gegenzug Optionen auf rund zehn Prozent der AMD-Anteile.
Wall Street schraubt Ziele hoch
Die Analysten reagieren entsprechend optimistisch. Die Bank of America hob das Kursziel auf 310 US-Dollar an. Analyst Vivek Arya rechnet mit einem enormen Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft. Er schätzt das Umsatzpotenzial pro Gigawatt installierter Leistung extrem hoch ein.
Auch Bernstein Research passte die Erwartungen nach oben an. Die Experten sehen das Ziel nun bei 265 US-Dollar. Sie begründen diesen Schritt mit der starken Server-Nachfrage und dem neuen Meta-Deal.
Blick auf die Quartalszahlen
Trotz der Euphorie bleiben Risiken. Ein Unsicherheitsfaktor ist das China-Geschäft. Wegen strenger Exportkontrollen plant AMD hier nur noch mit geringen Einnahmen. Hinzu kommen hohe Erwartungen an die neuen MI400-Produkte. Konkurrent Nvidia dominiert den Markt für KI-Hardware weiterhin. AMD muss seinen ehrgeizigen Zeitplan zwingend einhalten.
Am 5. Mai nach US-Börsenschluss präsentiert AMD die offiziellen Quartalszahlen. Verfehlt der Chipentwickler die eigene Umsatzprognose von 9,8 Milliarden US-Dollar, droht bei der aktuell hohen Bewertung ein scharfer Rücksetzer. Liefert das Management hingegen ab, rücken die optimistischen Kursziele der Wall Street jenseits der 300-Dollar-Marke in greifbare Nähe.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 21. April liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


