AMD: Goldman Sachs verdoppelt auf 450 Dollar

Goldman Sachs und Bernstein erhöhen Kursziele für AMD massiv. Das Datencenter-Geschäft treibt mit 57 Prozent Wachstum die positive Bewertung.

AMD Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldman Sachs verdoppelt Kursziel auf 450 Dollar
  • Datencenter-Umsatz steigt um 57 Prozent
  • Kooperation mit Rackspace Technology vereinbart
  • Meta investiert in AMD Instinct GPUs

Nach dem Quartalsbericht für Q1 2026 überbieten sich die Investmentbanken mit neuen Kurszielen für AMD. Goldman Sachs stufte die Aktie auf „Kaufen“ hoch und verdoppelte das Kursziel auf 450 Dollar. Als Treiber nennt die Bank den strukturellen Rückenwind durch agentische KI — also KI-Systeme, die eigenständig handeln.

Bernstein zog noch weiter: Das neue Kursziel liegt bei 525 Dollar, zuvor waren es 265 Dollar. Die Analysten rechnen damit, dass AMD den Gewinn je Aktie bis 2027 auf über 14 Dollar steigern kann — bis 2028 auf rund 20 Dollar. Barclays und TD Cowen setzten ihre Ziele jeweils auf 500 Dollar. Citi-Analyst Atif Malik blieb bei „Halten“, hob sein Kursziel aber auf 358 Dollar an.

Datencenter als Wachstumsmotor

Der Grund für die Euphorie liegt im Zahlenwerk. Das Datencenter-Segment erzielte in Q1 2026 einen Umsatz von 5,8 Milliarden Dollar — ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit entfallen 56 Prozent des Gesamtumsatzes auf diesen Bereich. CEO Lisa Su beschrieb die KI-Nachfrage als „sky high“ und kündigte an, die Produktionskapazitäten gemeinsam mit Lieferanten auszubauen.

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Für Q2 2026 prognostiziert AMD einen Umsatz von rund 11,2 Milliarden Dollar. Das wäre ein Anstieg von 46 Prozent im Jahresvergleich. Die Betriebskosten stiegen allerdings um 42 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar — ein Risiko für die Margen, das Investoren im Blick behalten.

Großaufträge und neue Partnerschaften

AMD hat parallel dazu mehrere strategische Weichen gestellt. Am 7. Mai unterzeichnete das Unternehmen ein Kooperationsabkommen mit Rackspace Technology. Ziel ist eine verwaltete KI-Infrastruktur für regulierte Branchen — betrieben mit AMD Instinct GPUs und EPYC CPUs. Das Angebot soll unter anderem einen „Enterprise Inference Engine“-Dienst umfassen.

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Hinzu kommt ein milliardenschweres Infrastrukturgeschäft mit Meta Platforms. Meta plant den Einsatz von AMD Instinct GPUs mit einer Kapazität von bis zu 6 Gigawatt. Die erste Rollout-Phase basiert auf der MI450-Architektur und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten.

Kurs nahe Rekordhoch, aber Gewinnmitnahmen drücken

Die Aktie spiegelt die Dynamik wider. Seit Jahresbeginn hat AMD in Euro gerechnet rund 85 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 352,50 Euro — knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 358,80 Euro. Am Freitag zogen Gewinnmitnahmen den Kurs vom Wochenhoch zurück. Kein Wunder: Nach einer Rally von über 90 Prozent in Dollar seit Jahresbeginn suchen viele Investoren nach einem Ausstiegspunkt.

Der Gesamtmarkt für Server-CPUs soll bis 2030 auf über 120 Milliarden Dollar wachsen — mit einer jährlichen Wachstumsrate von mehr als 35 Prozent. Ob AMD dieses Potenzial vollständig erschließen kann, hängt wesentlich davon ab, wie schnell die Instinct-GPU-Produktion hochläuft und ob die Margen trotz steigender Kosten stabil bleiben.

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