Der Kursanstieg kam nicht aus dem Nichts. AMD-Aktien schlossen am Mittwoch bei 303,46 Dollar — ein Plus von 6,7 Prozent. Hinter der Bewegung steckt mehr als Stimmung: Starke Zahlen aus dem Halbleiter-Ökosystem befeuern das Vertrauen in die gesamte KI-Lieferkette.
TSMC und ASML liefern den Kontext
AMD-Fertigungspartner TSMC meldete für Q1 2026 einen Umsatz von 35,9 Milliarden Dollar — ein Anstieg von gut 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Segment für Hochleistungsrechner, das KI-Chips einschließt, wuchs sequenziell um 20 Prozent und trägt nun 61 Prozent zum gesamten Wafer-Umsatz bei.
Chip-Ausrüster ASML hob seine Umsatzprognose für 2026 auf 36 bis 40 Milliarden Euro an. Als Begründung nannte das Unternehmen die steigende Nachfrage von KI-Chipherstellern und aggressive Investitionen in neue Kapazitäten. Solche Infrastrukturausgaben kommen Chip-Designern wie AMD typischerweise mit Verzögerung zugute.
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Starkes Q4, aber Margendruck voraus
Im vierten Quartal 2025 erzielte AMD einen Gewinn je Aktie von 1,53 Dollar — 21 Cent über den Konsensschätzungen. Der Umsatz erreichte 10,3 Milliarden Dollar. Das Rechenzentrum-Segment wuchs um 39 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.
Für Q1 2026 peilt AMD rund 9,8 Milliarden Dollar Umsatz an. Das wäre ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings warnt Zacks vor einem sequenziellen Rückgang der Bruttomarge um rund 200 Basispunkte — ausgelöst durch wegfallende Einmaleffekte, schwächere China-Erlöse und saisonale Faktoren. Die Quartalszahlen folgen am 5. Mai 2026.
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Wettbewerber wachsen schneller, Analysten bleiben optimistisch
Im KI-Halbleitermarkt bleibt der Abstand zu den Größten erheblich. Nvidias Rechenzentrum-Umsatz wuchs im Geschäftsjahr 2026 um 68 Prozent. Broadcoms KI-Halbleitersparte legte im ersten Quartal sogar um 106 Prozent zu.
Trotzdem erhöhten zuletzt mehrere Banken ihre Kursziele für AMD. Stifel hob das Ziel auf 320 Dollar an und bekräftigte sein Kaufvotum. Die Bank of America zog auf 310 Dollar nach. Bernstein bleibt mit einem Ziel von 265 Dollar deutlich zurückhaltender. Der Analystenkonsens liegt bei einem durchschnittlichen Kursziel von 291,52 Dollar — aktuell also bereits unter dem Schlusskurs.
Ein weiterer Faktor, den der Markt beobachtet: TrendForce erwartet für Q2 2026 einen Anstieg der DRAM-Vertragspreise um 58 bis 63 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Steigende Speicherpreise erhöhen die Komponentenkosten für die gesamte Branche — ein Risiko, das sich in den kommenden Quartalen in den Margen niederschlagen könnte.
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