Nachbörslich gab die Aktie nach den Zahlen zunächst nach, am Mittwoch deutet sich vorbörslich ein Plus an. Amgen hebt die Umsatzprognose für 2026 erneut leicht an. Dahinter steht ein Quartal, in dem gleich mehrere Medikamente zweistellig wuchsen.
Repatha und Evenity ziehen das Geschäft
Im dritten Quartal stieg der Umsatz um acht Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn kletterte um fast die Hälfte auf 3,7 Milliarden Dollar. Beides lag etwas über den Erwartungen der Experten.
Getragen wurde das Wachstum von zwei Produkten. Der Cholesterinsenker Repatha legte um 37 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Dollar zu. Das Osteoporose-Mittel Evenity wuchs um 39 Prozent auf 751 Millionen Dollar und ist damit das zweitwichtigste Medikament des Konzerns.
Die neue Prognose
Konzernchef Robert Bradway erwartet für 2026 nun einen Umsatz von 38,9 bis 39,7 Milliarden Dollar. Das wäre in der Mitte der Spanne ein Plus von fast sieben Prozent gegenüber 2025. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie wurde das Unternehmen etwas zuversichtlicher: Die Spanne liegt jetzt bei 22,90 bis 23,70 Dollar, nach 21,84 Dollar im Vorjahr.
Die angehobenen Ziele bewegen sich weitgehend im Rahmen dessen, was der Markt ohnehin eingepreist hatte. Eine Überraschung blieb aus. Das erklärt, warum die Reaktion verhalten ausfiel.
Analysten blicken auf Imdelltra
Einige Experten erhöhten nach den Zahlen ihre Kursziele deutlich. Chris Schott von JPMorgan hob seine Prognosen für das kommende Jahr kräftig an. Als Grund nennt er das Lungenkrebsmedikament Imdelltra, das in der jüngsten Studie beeindruckende Ergebnisse erzielt habe. Schott traut dem Mittel einen Jahresumsatz von mehr als fünf Milliarden Dollar zu und sieht darin einen neuen Kassenschlager.
Die Erwartungen an die Onkologie-Pipeline stützen damit eine Aktie, die ohnehin stark gelaufen ist. Seit Ende 2025 hat sie um etwas mehr als 40 Prozent zugelegt und gehört zu den stärksten Titeln im Dow Jones. Ende vergangener Woche markierte sie mit 475 Dollar ein Rekordhoch. Der Börsenwert liegt bei rund 250 Milliarden Dollar.
Vorbörslich notierte das Papier zeitweise bei 473,42 Dollar, ein Plus von 2,64 Prozent. Damit liegt es wieder in Reichweite des Höchststands. Ein Anlauf auf die Marke von 475 Dollar steht somit unmittelbar bevor.
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