Amgen Aktie: Überraschender Zahlensprung

Der Biotech-Konzern Amgen übertrifft im vierten Quartal die Prognosen bei Umsatz und Gewinn. Das Wachstum wird vom Cholesterinmedikament Repatha getrieben, während der Ausblick für 2026 optimistisch bleibt.

Amgen Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und Gewinn deutlich über Analystenerwartungen
  • Cholesterinmedikament Repatha verzeichnet starkes Wachstum
  • Optimistischer Ausblick für das laufende Geschäftsjahr
  • Pipeline-Projekt MariTide als zukünftiger Wachstumstreiber

Der kalifornische Biotech-Riese hat die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Am Dienstag legte Amgen Quartalszahlen vor, die sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn über den Prognosen der Analysten lagen – und ließ die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 2% steigen.

Die Erlöse kletterten im vierten Quartal um 9% auf 9,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 9,5 Milliarden gerechnet. Noch beeindruckender: Der Nettogewinn verdoppelte sich mehr als und erreichte 1,3 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 5,29 Dollar – deutlich über der Konsensschätzung von 4,73 Dollar.

Repatha zieht das Geschäft

Was steckt hinter diesem Erfolg? Vor allem das Cholesterinmedikament Repatha lieferte einen starken Beitrag. Die Verkäufe des Präparats sprangen um satte 44% auf 870 Millionen Dollar – getrieben von höheren Absatzmengen und Preisen. Auch hier lagen die Erwartungen der Analysten mit 793 Millionen Dollar deutlich niedriger.

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Allerdings gab es auch Dämpfer: Das Augenkrankheitsmedikament Tepezza verfehlte mit 457 Millionen Dollar die Erwartungen von 554 Millionen. Und das Arthritismittel Enbrel brach regelrecht ein – minus 48% auf nur noch 532 Millionen Dollar, hauptsächlich wegen niedrigerer Preise im US-Gesundheitsprogramm Medicare.

Steuervorteil befeuert Ergebnis

Ein weiterer Treiber des starken Gewinns war die Steuerquote: Sie fiel um 7,8 Prozentpunkte niedriger aus als im Vorjahresquartal, zurückzuführen auf Anpassungen bei der US-Besteuerung ausländischer Tochtergesellschaften. Solche Effekte lassen sich allerdings nicht beliebig wiederholen.

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Ausblick bestätigt Wachstumskurs

Für das laufende Jahr 2026 stellt Amgen Umsätze zwischen 37,0 und 38,4 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelwert liegt damit über der Analystenschätzung von 37,1 Milliarden. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Management mit 21,60 bis 23,00 Dollar – auch hier liegt die Konsenserwartung mit 22,09 Dollar im Zielkorridor. Für Aktienrückkäufe sind bis zu drei Milliarden Dollar eingeplant.

MariTide im Fokus

Doch was treibt die Aktie wirklich? Neben den soliden Geschäftszahlen richtet sich der Blick auf das experimentelle Abnehmmittel MariTide. Amgen führt derzeit sechs Phase-3-Studien mit dem Wirkstoff durch – nicht nur gegen Fettleibigkeit, sondern auch bei Herzerkrankungen und Schlafapnoe. Noch in diesem Jahr sollen weitere Studien für Diabetes-Patienten starten. Zudem rekrutiert der Konzern bereits Teilnehmer für eine Phase-1-Studie mit einem weiteren Abnehm-Kandidaten, AMG513.

Die Aktie hatte im regulären Handel zunächst knapp 2% verloren, nachdem Konkurrent Novo Nordisk schwächere Prognosen für seine Abnehmmittel abgegeben hatte. Doch die eigenen Zahlen sorgten schnell für eine Gegenbewegung. Anleger scheinen überzeugt: Amgen hat nicht nur ein funktionierendes Kerngeschäft, sondern auch vielversprechende Pipeline-Kandidaten in einem milliardenschweren Wachstumsmarkt.

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