Ein Blick in die aktuellen Quartalsberichte der institutionellen Investoren verrät: Bei Amphenol gehen die Meinungen derzeit auseinander. Manche Fonds stockten im ersten Quartal kräftig auf, andere zogen sich zurück.

Mit 146,98 Euro schloss die Aktie am Freitag. Auf Jahressicht liegt das Plus bei stattlichen 74 Prozent. Allerdings: Das 52-Wochen-Hoch bei 156 Euro ist noch knapp sechs Prozent entfernt.

Starke Zahlen, gemischte Signale

HB Wealth Management etwa erhöhte sein Engagement um 14 Prozent und kaufte 9.402 Aktien dazu. Noch deutlich aggressiver zeigte sich die Fjarde AP Fonden. Der schwedische Pensionsfonds stockte um satte 52 Prozent auf und hält nun 226.550 zusätzliche Papiere.

Andere investoren gingen gegen den Strom. Kepler Cheuvreux Suisse verkaufte ein Viertel seiner Position und stieß 26.514 Aktien ab. QRG Capital Management löste sich gleich von 58.741 Anteilen — ein Minus von 14 Prozent.

Die Bewegung an den Positionen ist bemerkenswert. Kein Wunder: Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten massiv zugelegt. Jetzt sortieren sich die Großanleger neu.

Goldgräberstimmung im Tech-Sektor

Der Hintergrund der Käufe liegt auf der Hand. Amphenol übertraf im ersten Quartal alle Erwartungen: 1,06 Dollar Gewinn je Aktie statt der prognostizierten 0,95 Dollar. Der Umsatz sprang auf 7,62 Milliarden Dollar — ein Plus von 58 Prozent zum Vorjahr.

Der Markt, in dem Amphenol agiert, brummt. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Elektrifizierung treiben die Nachfrage. Allein der globale Halbleitermarkt soll 2026 auf 1,3 Billionen Dollar wachsen. Davon profitiert der Spezialist für elektronische Verbindungen.

Für das zweite Quartal stellt das Management 1,14 bis 1,16 Dollar je Aktie in Aussicht. Die Zahlen kommen Ende Juli. Die Dividende von 0,25 Dollar gibt es bereits am 15. Juli.