Ams Osram: 200 Millionen Kostenabbau bis 2028

ams OSRAM treibt den Schuldenabbau voran und fokussiert sich auf optische Technologien. Die Aktie profitiert vom harten Sanierungskurs.

Ams Osram Aktie
Kurz & knapp:
  • Kostensenkung um 200 Millionen Euro geplant
  • Verkauf von Randbereichen bringt 670 Millionen
  • Aktie steigt seit Jahresbeginn um 55 Prozent
  • Design-Wins sichern Auslastung neuer Fabriken

Am Gardasee präsentiert ams OSRAM neue Fahrradlampen und digitale Kompressoren für Outdoor-Fans. Die neuen Lichtsysteme leuchten mit bis zu 100 Lux und verfügen über moderne Ladeanschlüsse. Das Unternehmen will damit im lukrativen Markt für Spezialbeleuchtung wachsen. Hinter der Kulisse läuft indes ein hartes Sanierungsprogramm. Der Technologiekonzern trennt sich von Randbereichen und streicht Tausende Stellen.

Das Sparprogramm trägt den Namen „Simplify“. Bis zum Jahr 2028 will das Management die jährlichen Kosten um rund 200 Millionen Euro senken. Weltweit fallen dafür etwa 2.000 Arbeitsplätze weg. In Deutschland trifft der Abbau vor allem den Standort Regensburg sowie Werke in Herbrechtingen und Schwabmünchen.

Fokus auf das Kerngeschäft

Im gleichen Schritt verkauft der Konzern Unternehmensteile. Das Geschäft mit Speziallampen ging im März an die japanische Ushio Inc. Als Nächstes plant ams OSRAM den Verkauf des analogen Sensorgeschäfts an Infineon. Insgesamt sollen diese Verkäufe rund 670 Millionen Euro einbringen.

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Das Ziel: weniger Schulden. Das Management will den Verschuldungsgrad von derzeit 3,3 auf 2,5 drücken. Das eingenommene Geld fließt daher primär in den Schuldenabbau. Der Konzern richtet seinen Fokus künftig stark auf optische Lösungen und das Halbleitergeschäft.

Börse honoriert harten Kurs

An der Börse kommt der harte Kurs gut an. Die Aktie notiert aktuell bei 13,20 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von gut 55 Prozent. Damit bewegt sich der Kurs nur knapp unter dem Jahreshoch.

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Analysten warnen allerdings vor kurzfristigen Risiken. Gestiegene Goldpreise und der starke US-Dollar könnten die Gewinnmargen im ersten Quartal belasten. Dem stehen langfristige Erfolge im Halbleiterbereich gegenüber. Das Unternehmen verweist auf Aufträge im Volumen von über fünf Milliarden Euro. Diese sogenannten „Design Wins“ sichern die Auslastung der neuen Fabriken.

Am 7. Mai veröffentlicht ams OSRAM die Zahlen für das erste Quartal. Das Management wird dann weitere Details zum laufenden Umbau nennen. Am 10. Juni folgt die ordentliche Hauptversammlung.

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