Ams Osram liefert ein beeindruckendes Comeback auf dem Parkett. Der Spezialist für optische Lösungen sticht am Markt derzeit deutlich hervor. Die Folge: ein Kursplus von über 130 Prozent seit Jahresbeginn. Der radikale Konzernumbau zeigt Wirkung.

Rückenwind durch JPMorgan

Die US-Großbank JPMorgan bestätigte am Mittwoch ihr Kaufrating. Analysten hoben das Kursziel auf 24,40 Schweizer Franken an. Das Signal ist klar: Die Wall Street vertraut der Neuausrichtung. Das Kerngeschäft rund um Automobil-Zulieferungen wächst wieder.

Parallel dazu bewerten die Experten die Konsum- und Industriesegmente als stabil. Zukünftige Wachstumstreiber wie Smart Glasses und Micro-LED-Technologien gewinnen bei Investoren an Glaubwürdigkeit. Eine verbesserte Bilanz erleichtert dem Unternehmen künftig die Refinanzierung.

KI-Boom stützt die Stimmung

Das Management konzentriert sich voll auf die digitale Photonik. Der Vorstand verschlankt das Portfolio konsequent. Komponenten für Augmented-Reality-Brillen und hochauflösende LED-Technologien sollen künftig das Wachstum sichern. JPMorgan hält das langfristige Ziel einer operativen Marge von über 25 Prozent bis 2030 für machbar.

Zusätzliche Unterstützung liefert der breite Halbleitersektor. Der US-Speicherchip-Hersteller Micron Technology meldete für das dritte Quartal einen Rekordumsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar. Nachbörslich sprang die Micron-Aktie um 13,7 Prozent nach oben. Die starke KI-Nachfrage treibt die Preise. Solche Signale heben die allgemeine Stimmung für Technologiewerte spürbar.

Trend intakt

Das Chartbild untermauert den positiven Trend. Die Aktie notiert mit 20,10 Euro deutlich über ihrer 50-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei 18,56 Euro. Den langfristigen Durchschnitt hat der Kurs weit nach unten abgehängt.

Bis zum Jahreshoch bei 26,70 Euro hat der Wert noch reichlich Luft. Ein Relative-Stärke-Index von rund 50 zeigt einen neutralen Bereich an. Das Papier gilt trotz der massiven Rally nicht als überkauft. Solange der Kurs seine kurzfristigen Durchschnittslinien verteidigt, bleibt das Aufwärtsmomentum bestehen.