ams OSRAM Aktie: Gold frisst die Marge

Der Halbleiterhersteller ams OSRAM verzeichnet im ersten Quartal hohe Rohstoffkosten durch Gold, was die EBITDA-Marge auf etwa 15 Prozent senkt. Analysten bewerten die Aktie uneinheitlich.

Ams Osram Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldpreis belastet Quartalsergebnis mit 50 Millionen Euro
  • Bereinigte EBITDA-Marge sinkt auf rund 15 Prozent
  • Analysten uneins über Kursziele und Bewertung
  • Verkauf von Sensorgeschäft an Infineon steht bevor

Der Kurs hat sich seit dem April-Tief mehr als verdoppelt. Das operative Bild ist weniger glänzend — und das liegt ausgerechnet am Gold.

CFO Rainer Irle beziffert die Rohstoffbelastungen für das erste Quartal auf rund 50 Millionen Euro. Haupttreiber: der historisch hohe Goldpreis. Gold ist ein wesentlicher Kostenfaktor in der Halbleiterfertigung, und der starke US-Dollar verstärkt den Druck zusätzlich. Das Ergebnis: Die bereinigte EBITDA-Marge sinkt auf rund 15 Prozent — nach 18,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz liegt bei rund 760 Millionen Euro.

Das Problem wächst. Sollte Gold im Jahresdurchschnitt bei 5.000 US-Dollar je Unze notieren, rechnet das Management mit weiteren Mehrkosten von rund 60 Millionen Euro gegenüber 2025.

Analysten uneins über den Ausblick

UBS-Analyst Harry Blaiklock sieht trotzdem Potenzial. Er hob das Kursziel leicht auf 13,40 Franken an und hält an „Buy“ fest. Sein Argument: MicroLED in KI-Rechenzentren könnte ein großes Geschäft werden — allerdings erst ab 2028, mit relevantem Umsatzbeitrag bis 2030.

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Barclays-Analyst Simon Coles bleibt skeptischer. Er senkte sein Kursziel auf 10 Franken und stuft die Aktie mit „Equal Weight“ ein. Veränderte Saisonalität bei Smartphone-Einführungen dämpfe die Nachfrage.

Kein Wunder, dass die Aktie trotz der starken Kurserholung mit einem RSI von 43 nicht überhitzt wirkt.

Umbau läuft, Kartellamt entscheidet

Parallel zur Margenpressung treibt ams OSRAM den Schuldenabbau voran. Das nicht-optische Sensorgeschäft geht für 570 Millionen Euro an Infineon — sofern das Bundeskartellamt zustimmt. Die Entscheidung fällt voraussichtlich noch im zweiten Quartal 2026.

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Das Ziel dahinter: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA soll unter 2 sinken. Bis 2030 peilt das Unternehmen im Halbleitersegment eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 25 Prozent an.

Auf der Auftragsseite gibt es unterdessen ein starkes Signal: Das zuletzt gemeldete Neuauftragsvolumen überstieg 5 Milliarden Euro — maßgeblich getrieben von der MicroLED-Sparte. Hinzu kommt der erste Serieneinsatz der EVIYOS HD25-Technologie in einem Kompaktklasse-Fahrzeug — ein Schritt weg von der Nische.

Am 7. Mai legt ams OSRAM die detaillierten Q1-Zahlen vor. Dann zeigt sich, wie stark die Goldkosten tatsächlich zu Buche schlagen und ob das Transformationsprogramm „Simplify“ erste messbare Einsparungen liefert. Die Hauptversammlung am 10. Juni dürfte weitere Fragen zum Umbautempo aufwerfen.

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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