Während der Licht- und Sensorkonzern ams OSRAM auf der jüngsten Frankfurter Messe das 120-jährige Bestehen seiner Traditionsmarke feierte, läuft hinter den Kulissen ein massiver Umbau. Tausende Stellen fallen weg und ganze Geschäftsbereiche werden verkauft, um den Schuldenberg abzutragen. Der Spagat zwischen Traditionspflege und strikter Überlebensstrategie prägt die aktuelle Lage des Unternehmens.
Milliarden-Verkäufe senken die Schuldenlast
Um die finanzielle Basis zu stärken, trennt sich das Management konsequent von Randbereichen. Bereits Anfang März wurde die Sparte für Unterhaltungs- und Industrielampen für 114 Millionen Euro an den japanischen Konkurrenten Ushio abgegeben. Ein deutlich größerer Deal steht im zweiten Quartal an: Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon soll weitere 570 Millionen Euro in die Kassen spülen. Diese Transaktionen drücken den Verschuldungsgrad des Unternehmens spürbar von 3,3 auf 2,5. Bis zum Jahr 2030 peilt der Konzern hier einen Wert von unter 2,0 an.
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Parallel zu den Verkäufen greift das interne Sparprogramm. Bis 2028 will ams OSRAM jährlich 200 Millionen Euro einsparen. Das hat tiefgreifende Konsequenzen für die Belegschaft, denn weltweit fallen rund 2.000 Arbeitsplätze weg. Besonders hart trifft es den Standort Regensburg, wo reife Produktlinien nach Asien verlagert werden und eine dreistellige Zahl an Stellen gestrichen wird.
Rote Zahlen und langwierige Erholung
Die harten Einschnitte zeigen erste finanzielle Wirkungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 konnte der Nettoverlust von 786 Millionen Euro auf 130 Millionen Euro eingedämmt werden. Ein unbereinigter Jahresgewinn ist für 2026 allerdings noch nicht eingeplant. Für das erste Quartal rechnet das Management zudem mit Gegenwind durch negative Währungseffekte und prognostiziert einen Umsatz zwischen 710 und 810 Millionen Euro.
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Diese andauernde Übergangsphase spiegelt sich auch in der Bewertung wider. Mit einem aktuellen Kurs von 8,98 Euro notiert das Papier weiterhin deutlich unter der 200-Tage-Linie, was die anhaltende Skepsis der Marktteilnehmer unterstreicht.
Ob das Tempo der Restrukturierung ausreicht, um die mittelfristigen Profitabilitätsziele zu erreichen, wird der Markt in Kürze neu bewerten. Am 20. März legt ams OSRAM den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vor. Die detaillierten Zahlen werden konkrete Aufschlüsse darüber geben, wie viel finanzieller Spielraum dem Konzern für notwendige Investitionen in Wachstumsmärkte wie Robotik und smarte Sensoren noch bleibt.
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